Mittwoch , 28. Oktober 2020
Die Proteste in Portland reißen nicht ab. Bundespolizisten tragen Gasmasken, während sie damit beginnen, eine Gruppe von Demonstranten bei einem «Black Lives Matter»-Protest vor dem Mark O. Hatfield Bundesgericht zu zerstreuen. Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Polizei findet in Portland Tasche mit geladenen Gewehrmagazinen und Molotow-Cocktails

In Portland werden zwei Personen festgenommen, nachdem bei einer Demo ein Schuss gefallen ist. Kurz darauf findet die Polizei in der Protest-Hochburg eine Tasche mit geladenen Gewehrmagazinen und Molotow-Cocktails.

Portland. Die US-Polizei hat nach eigenen Angaben in der Protest-Hochburg Portland in Oregon eine Tasche mit geladenen Gewehrmagazinen und Molotow-Cocktails gefunden. Die Polizei twitterte am Sonntagabend (Ortszeit) ein Foto der Gegenstände. Jemand habe Polizisten im Lownsdale Square Park auf die Tasche aufmerksam gemacht, schrieb sie. Dort wird seit zwei Monaten gegen Rassismus und Polizeigewalt protestiert.

Schüsse in Park in Portland

Wenige Stunden zuvor waren zwei Personen festgenommen worden, nachdem Schüsse in dem Park vermeldet worden waren. Ein mutmaßliches Schussopfer sei mit einem privaten Fahrzeug in ein Krankenhaus gebraucht worden, teilte die Polizei mit. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich.

Ob die gefundene Tasche und der mutmaßliche Schusswaffenangriff etwas mit den Demonstrationen zu tun haben, war nicht klar. Die Proteste halten seit dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai an.

Demonstrationen gehen weiter

Montagfrüh wurde weiterhin protestiert. Am Gebäude des Bundesgerichts in der Innenstadt waren einige Demonstranten. Manche kletterten über den Zaun des Gebäudes, andere feuerten Feuerwerkskörper ab. Die Menschenansammlung wurde vonseiten der Bundesbehörden verboten. Bundespolizisten setzten offenbar Tränengas und Blendgranaten ein.

RND/AP