Dienstag , 29. September 2020
Beschädigte Boote werden herumgeschleudert: Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaat Texas auf Land gestoßen. Quelle: Eric Gay/AP/dpa

US-Behörde: Hurrikan hat Grenze zu Mexiko nicht umgeworfen

Hurrikan “Hanna” wütet in Teilen der USA – zuletzt am Wochenende in Texas. Wegen des Sturms soll ein Grenzzaun auf der mexikanischen Seite umgestürzt sein, hieß es zuerst. Doch US-Behörden dementieren das.

Reynosa. Der Hurrikan “Hanna” hat nach US-Angaben die Grenzbefestigung zu Mexiko nicht nachhaltig beschädigt. Mit Blick auf ein im Internet kursierendes Video erklärte die Grenz- und Zollbehörde CBP am Montag, dieses scheine aus dem Juni zu stammen, als starke Winde noch nicht endgültig fixierte Teile der Grenzbefestigung umgeworfen hatten. Das Video zeigt, wie rund sechs Meter hohe Teile eines Metallzauns der Reihe nach umkippen.

“Hanna” war am Wochenende auf texanisches Festland getroffen

Es soll sich dabei um einen Grenzabschnitt zwischen dem US-Bundesstaat Texas und dem mexikanischen Staat Tamaulipas handeln, wie die mexikanische Zeitung “El Universal” berichtet hatte. Auf US-Seite hatte es aber rasch Zweifel an dieser Darstellung gegeben. Der CBP-Sprecher im Rio-Grande-Tal, Roderick Kise, sagte laut US-Medien, auf den ersten Blick glaube er nicht, dass das Video aus Südtexas stamme. “Der Hurrikan traf uns nachts, aber es scheint, dass die Aufnahmen bei Tage gemacht wurden”, zitierten ihn US-Medien.

Der Wirbelsturm “Hanna” war am Wochenende aus dem Golf von Mexiko kommend in Texas auf Festland getroffen.

US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, eine “wunderschöne Mauer” an der 3100 Kilometer langen Südgrenze zu errichten, um Einwanderer ohne Papiere sowie Drogenschmuggler und andere Kriminelle fernzuhalten. In städtischen Ballungsräumen in Kalifornien oder Texas gab es schon lange vor Trump starke Grenzbefestigungen, während die Grenze in dünn besiedelten Wüstengegenden oft unbefestigt war.

RND/dpa