Samstag , 24. Oktober 2020
Meghan und Harry dementieren jeglichen Beitrag zu der Biografie. Quelle: Chris Jackson/PA Wire/dpa

Harry und Meghan: Darum geht’s in der Biografie, über die ganz England spricht

“Freiheit finden”, so heißt die neue Biografie zweier Royal-Journalisten über Herzogin Meghan und Prinz Harry. Die Enthüllungen überraschen die Fans der britischen Monarchen. Besonders Prinz William und Herzogin Kate kommen nicht gut weg.

Konkurrenzkämpfe, kaum Unterstützung für das Liebespaar und ein ruiniertes Verhältnis zwischen zwei Brüdern: Das neue Buch über Herzogin Meghan und Prinz Harry klingt in Teilen wie ein Thriller und behandelt Details, die bisher nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind. Meghan und Harry dementieren laut der BBC jeglichen Beitrag zu der Biografie. Doch die Autoren Omid Scobie und Carolyn Durand sind seit vielen Jahren Royal-Korrespondenten und haben mit circa 100 Bekannten und Freunden des Paares gesprochen. Was besonders deutlich wird? Harry und Meghan fühlten sich seit Bekanntwerden ihrer Beziehung nicht unterstützt.

Über Herzogin Kate und Prinz William

Zu Beginn der Beziehung zu Meghan sagte William, laut den Autoren, zu seinem Bruder Harry: “Geh es langsam an mit diesem Mädchen.” Harry empfand dies als versnobt. Ins Besondere, weil William die damals 36-jährige Meghan ein “Mädchen” nannte. William soll mit Harry sogar ein ernstes Gespräch geführt haben, weil er sich Sorgen um seinen kleinen Bruder machte. Ein älteres Mitglied der Familie nannte Meghan angeblich “Harrys Showgirl”.

Obwohl Kate und Meghan auch an inoffiziellen Anlässen, wie Wimbledon- oder Polospielen, gemeinsam teilnahmen, waren sie anscheinend nie befreundet. Meghan sei darüber “enttäuscht” gewesen, dass Kate sie in der Anfangsphase nicht unterstützt habe. Kate hingegen empfand, dass beide nicht viel gemeinsam hatten “außer der Tatsache, dass sie im Kensington-Palast wohnten”, wie die Autoren in “Freiheit finden” schreiben. Als beide Paare in Kensington-Palast wohnten, sei Kate alleine einkaufen gegangen, obwohl Meghan zu gleichen Zeit auf der gleichen Straße einkaufen ging. Auch was die zerrüttelte Beziehung zwischen Harry und William anging, habe “Kate wenig getan, um die Kluft zu schließen”.

Über den “Megxit”

Anfang dieses Jahres traten Meghan und Harry von ihren royalen Pflichten zurück. Die britische Presse betitelte den Schritt als “Megxit”. Doch die Biografie stellt nun klar, dass wohl eher Harry den Rücktritt vorantrieb. “Grundsätzlich wollte Harry aussteigen”, so eine Quelle zu den Autoren. “Tief im Inneren kämpfte er immer mit dieser Welt. (Meghan) hat ihm dabei die Tür geöffnet.” So erzählte Meghan einer Freundin: “Ich habe mein ganzes Leben für diese Familie aufgegeben.” Sie sei bereit gewesen, alles zu tun, was nötig gewesen wäre. “Aber jetzt sind wir hier”, sagte die Herzogin mutmaßlich. “Es ist sehr traurig.”

Über Queen Elizabeth II. und den Palast

Die Beziehung zur Queen hat sich laut der Biografie seit dem “Megxit” verschlechtert. Das Paar gab seinen Rücktritt auf Instagram bekannt und nicht in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Buckingham Palast. “Mehrere Mitglieder der Familie teilten mit, dass sowohl die Königin als auch Prinz Philip ‘am Boden zerstört’ waren”, wie die Ankündigung ausfiel.” Auch die Erklärung auf der Website “überraschte alle. (…) Helfer und Familienangehörige wussten, dass das Paar zurücktreten wollte, aber die Website, die die Details ihres Halb-Halb-Modells so darstellte, als sei es beschlossene Sache, brachte die Königin in eine schwierige Lage”, schreiben die Autoren.

Das Paar hegte Misstrauen gegen Mitarbeiter des Palastes: ”Es gab nur eine Handvoll Leute, die im Palast arbeiteten und denen sie vertrauen konnten.” So hatten sie den Verdacht, dass andere Königshäuser Geschichten über sie an die Presse durchsickern ließen. Eine weitere Darstellung, die wohl die gesamte Harry-Meghan-Causa beschreibt, ist die eines Palastangestellten: Das Sussex-Team sei “das quietschende dritte Rad” gewesen.

Das Buch “Finding Freedom” erscheint am 11. August und wird in Teilen in der britischen “Times” veröffentlicht.

 

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Von Alisha Mendgen/RND