Freitag , 25. September 2020
Ein Polizist inspiziert Sand und Schutt, der auf einen gesperrten Abschnitt des Kamehameha Highways auf Hawaii gespült wurde. Quelle: Eugene Tanner/AP/dpa

Hurrikan “Douglas” erreicht Hawaii – auch Notstand in Texas wegen Sturm “Hanna”

Der Hurrikan “Douglas” zieht im Pazifik dicht an den Hawaii-Inseln entlang: Zuvor trifft ein anderer Sturm, “Hanna”, die US-Küste in Texas. Der Wetterdienst warnt vor heftigem Regen und Überflutungen.

Der Hurrikan “Douglas” hat im Pazifik die Hawaii-Inseln erreicht. Nach Mitteilung des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA befand sich das Auge des Wirbelsturms am Sonntagabend (Ortszeit, Montagmorgen MESZ) 105 Kilometer ostnordöstlich von Honolulu, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii. Mit Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde zog der Sturm langsam in westnordwestlicher Richtung weiter.

Hawaii wird nur recht selten von Hurrikanen erreicht

Über größere Schäden wurde zunächst noch nichts bekannt. Die Behörden hatten vor lebensgefährlichen und potenziell zerstörerischen Wellen, heftigen Regenfällen und gefährlichen Sturmfluten gewarnt. Auf der Insel Maui wurden die Menschen dazu aufgefordert, zu Hause Schutz zu suchen und Straßen möglichst zu meiden. Hawaii wird nur recht selten von Hurrikanen erreicht. Die Tropenstürme werden in alphabetischer Reihenfolge benannt, es gibt jedes Jahr jeweils separate Tabellen für den Atlantik und den Pazifik. “Douglas” ist damit der vierte Sturm dieses Jahres im Pazifikraum.

Auf der atlantischen Seite des amerikanischen Kontinents war der Sturm “Hanna” am Samstag im US-Staat Texas auf Land gestoßen. Er war der erste atlantische Sturm der Saison, der Hurrikanstärke erreichte. Am Sonntagabend (Ortszeit) hatte er sich über dem Nordosten Mexikos zu einem tropischen Tief mit Windgeschwindigkeiten von nur noch 45 Stundenkilometern abgeschwächt. Der Wetterdienst warnte weiter vor heftigem Regen und Überflutungen.

Pro Jahr sechs Hurrikane über dem Atlantik

“Hanna” hatte schwere Regenfälle mit sich gebracht. Der Sender CNN berichtete, im Süden von Texas sei infolge des Sturms bei mehr als 250.000 Haushalten der Strom ausgefallen. Gouverneur Greg Abbott hatte für zahlreiche Bezirke in Texas den Notstand ausgerufen. Die dort grassierende Corona-Pandemie erschwere die Arbeit der Helfer bei dem Sturm, sagte Abbott laut US-Medien. Über dem Atlantik erwartete die Wetter- und Ozeanografie­behörde der USA, NOAA, in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikansaison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

RND/dpa