Donnerstag , 22. Oktober 2020
Ein nach einem Verkehrsunfall beschädigter Pkw steht am Bahnhof Zoo unter einem Zelt der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verlor der Fahrer beim Linksabbiegen die Gewalt über sein Fahrzeug. Dabei wurden nach Feuerwehrangaben fünf Menschen verletzt, drei davon schwer. Quelle: Paul Zinken/dpa-zb-zentralbild/d

Fahrt in Berliner Menschengruppe: Fahrer war nicht nüchtern

Der Mann, der in Berlin mehrere Menschen angefahren und teils schwer verletzt hat, war nach Polizeiangaben nicht nüchtern. Bei ihm wurde ein Wert von 0.7 Promille gemessen. Hinweise auf Drogenkonsum gebe es jedoch nicht.

Berlin. Der Mann, der am Berliner Hardenbergplatz mehrere Menschen angefahren und dabei teils schwer verletzt hat, war nach Polizeiangaben nicht nüchtern. Ein Atemalkoholtest habe bei ihm einen Wert von 0,7 Promille ergeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. Hinweise auf Drogenkonsum gebe es nicht. Über das Ergebnis der Alkoholmessung hatte zuerst ein Reporter des RBB berichtet.

Der Polizeisprecher korrigierte zudem die Zahl der Verletzten: Statt wie zunächst angegeben vier Leichtverletzten gebe es nur drei Leichtverletzte – einen Mann und zwei Frauen – sowie drei schwerverletzte Männer. Die Schwerverletzten gehören dem Sprecher zufolge zum Obdachlosenmilieu. Zwei der drei Männer seien auch am Nachmittag noch nicht ansprechbar gewesen und ihre Identität nicht bekannt.

Fahrer festgenommen und befragt

Ein 24-Jähriger war am Morgen am Hardenbergplatz im Berliner Stadtteil Charlottenburg mit seinem Geländewagen in eine Menschenmenge gefahren. Der Fahrer habe ersten Erkenntnissen zufolge am Sonntagmorgen beim Abbiegen die Kontrolle über das schwere Auto verloren, weil er zu schnell unterwegs war, sagte eine Polizeisprecherin. Er wurde sofort festgenommen und am Sonntagnachmittag weiter befragt.

RND/dpa