Donnerstag , 22. Oktober 2020
Eine Reklametafel mit dem Logo der Kaffeehauskette Starbucks Coffee leuchtet an einer Filiale des Unternehmens.

Weil er keine Maske tragen wollte: Kunde schlägt Starbucks-Mitarbeiter ins Gesicht

In Kalifornien hat ein Kunde einem Starbucks-Barista ins Gesicht geschlagen. Der Grund: Der Mitarbeiter hatte den Kunden aufgefordert, eine Maske zu tragen. Die Polizei sucht nun nach dem Tatverdächtigen.

Lancaster. Die Polizei in Kalifornien sucht nach einem Mann, der in einem Starbucks in Lancaster einem Barista ins Gesicht geschlagen haben soll. Der mutmaßliche Grund für die Auseinandersetzung: Der Mitarbeiter hatte den Kunden gebeten, eine Maske zu tragen.

Wie CBS Los Angeles berichtet, soll der Mann zusammen mit einem anderen am 4. Juli das Lokal betreten haben – ohne Maske. Der Mitarbeiter habe dann den Gast ermahnt, dieser schlug offenbar unvermittelt zu. Doch nicht nur das: Offenbar stahl einer der Männer auch den Trinkgeldbehälter in der Filiale. Die Behörden haben dies jedoch bislang nicht bestätigt.

Maskenpflicht polarisiert

Die Kaffeekette hatte in diesem Monat vorgeschrieben, dass Mitarbeiter und Kunden Gesichtsmasken tragen müssen. Das gelte für alle Standorte im Land. Die Debatte um die Maskenpflicht hat sich in den vergangenen Tagen in den USA jedoch zunehmend polarisiert. Die Zahl der Covid-19-Fälle schnellt derweil weiter in die Höhe.

Bereits einige Tage zuvor hatte ein Fall in San Diego für Aufsehen gesorgt. Dort hatte sich ein Starbucks-Mitarbeiter geweigert, eine Kundin ohne Maske zu bedienen. Der Barista erhielt daraufhin 100.000 Dollar Spenden über eine Gofundme-Kampagne.

Polizei bittet um Mithilfe

In Lancaster bittet die Polizei nun die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Identifizierung des Mannes. Die Kette Starbucks teilte mit: “Unser Fokus liegt derzeit auf der Genesung unseres Mitarbeiters. Wir möchten der Lancaster-Station und der Gemeinde für die Unterstützung der Sicherheit unseres Mitarbeiters danken und werden ihre Ermittlungen weiterhin auf jede erdenkliche Weise unterstützen.”

RND/msc