Samstag , 26. September 2020
Zwei Männer gehen auf einer überfluteten Straße, als der Hurrikan "Hanna" auf Corpus Christi trifft. Quelle: Eric Gay/AP/dpa

Hurrikan “Hanna” trifft in Texas auf Land – Warnung vor Sturmfluten

Am Samstagabend traf Hurrikan „Hanna“ mit bis zu 150 Stundenkilometern auf die Küste von Texas. Der Sturm war morgens auf einen Hurrikan der niedrigsten Stufe hochgestuft worden. Nun wurde eine Sturmflut Warnung erlassen.

Washington. Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaats Texas auf Land gestoßen. Hurrikan „Hanna“ traf am Samstagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern auf die Insel Padre Island unmittelbar vor der Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte. Der Tropensturm war am Samstagmorgen zum Hurrikan der niedrigsten Stufe eins hochgestuft worden. Für den Küstenabschnitt von Port Mansfield bis Sargent wurde eine Sturmflut-Warnung erlassen.

Im Pazifik ist Hurrikan „Douglas“ mit Windgeschwindigkeiten von rund 160 Stundenkilometern in Richtung Hawaii unterwegs. Das Hurrikan-Zentrum erwartete allerdings, dass sich der Hurrikan der Stufe zwei abschwächt. Der Vorhersage zufolge soll er in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) in der Nähe der größten Inseln Hawaiis sein – dann als Sturm knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle.

Im Durchschnitt sechs Hurrikane über dem Atlantik

Über dem Atlantik erwartete NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Angesichts verfügbarer Klimadaten und der höheren Wassertemperatur im Atlantik und der Karibik liege die Wahrscheinlichkeit einer normalen Saison nur bei 30 Prozent, die einer unterdurchschnittlichen sogar nur bei 10 Prozent, hieß es damals.

RND/dpa