Samstag , 31. Oktober 2020
Polizisten stehen am Freitagabend auf dem Frankfurter Opernplatz, wo sich Menschen zum Feiern versammeln. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Viel Polizei, wenig Ärger: Ruhiger Wochenendauftakt auf Frankfurter Opernplatz

Nach Angriffen mit Flaschen auf Polizisten hatte es am vergangenen Wochenende 39 Festnahmen am Frankfurter Opernplatz gegeben. Das Ziel von Polizei und Stadtspitze ist jetzt klar: Es soll keine weiteren Ausschreitungen geben. Am Freitagabend bleibt es zunächst tatsächlich ruhig.

Frankfurt/Main. Knapp eine Woche nach den Krawallen auf dem Frankfurter Opernplatz haben sich dort am Freitagabend zunächst nur wenige kleine Gruppen getroffen, um das Wochenende einzuläuten. Deutlich mehr Menschen waren gegen 21 Uhr beispielsweise in den angrenzenden Restaurants und Kneipen anzutreffen.

Die Stimmung war dabei ausgesprochen friedlich, auch auf anderen Plätzen der Stadt gab es nach Angaben einer Polizeisprecherin keinerlei Vorkommnisse. Im gesamten Stadtgebiet war ein größeres Polizeiaufgebot. „Wir werden auch immer wieder mal kontrollieren“, sagte die Sprecherin. In kleinen Gruppen zogen Polizisten über den Opernplatz und in die umgebenden Straßen, im Gespräch mit den Grüppchen junger Leute ging es ausgesprochen entspannt zu.

„Wir sehen natürlich, die Leute wollen rausgehen, wollen sich treffen“, hatte der Frankfurter Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am frühen Abend gesagt, als er die Überlegungen der Stadt zu einer Öffnung der Clubszene auf öffentlichen Plätzen vorstellte.

Betretungsverbot für den Opernplatz

Am vergangenen Wochenende war es in der Nacht zum Sonntag auf dem Opernplatz zu Ausschreitungen gekommen. Polizisten wurden aus der Menge der Feiernden heraus mit Flaschen angegriffen, als sie einen Verletzten bergen wollten. Mindestens fünf Beamte seien verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge seien beschädigt worden, so die Bilanz der Polizei nach den Krawallen. Die etwa 500 bis 800 Anwesenden hätten gejubelt, wenn eine Flasche die Beamten getroffen habe. Insgesamt 39 mutmaßliche Randalierer wurden vorläufig festgenommen – die meisten von ihnen waren von außerhalb nach Frankfurt gekommen.

Als Konsequenz aus den Ereignissen tritt an diesem Freitag um Mitternacht erstmals ein Betretungsverbot für den Opernplatz in Kraft, der sich in den vergangenen Wochen zu einer Partyzone unter freiem Himmel entwickelt hatte. Um ein Uhr nachts muss der Platz geräumt sein. Diese Regelung soll bis auf weiteres Freitag- und Samstagnacht gelten.

RND/dpa