Freitag , 2. Oktober 2020
Ein blinder Welpen wurde in Österreich in einem Wald ausgesetzt. Quelle: Facebook/Tierschutz aktiv Kärnten

Blinder Hundewelpe im Wald zum Sterben ausgesetzt

Ein blinder Hundewelpe, zum Sterben ausgesetzt in einem Wald: Dieses traurige Schicksal bewegt zurzeit viele Menschen bei Facebook. Doch inzwischen ist ein Happy End nahe.

Sein trauriges Schicksal bewegt die Menschen bei Facebook: In Kärnten in Österreich haben Unbekannte einen gerade einmal zehn Wochen alten, blinden Hundewelpen zum Sterben im Wald ausgesetzt. Doch der kleine Hund hatte Glück im Unglück – und vermutlich bald auch einen neuen Besitzer.

“Kaum vorstellbar, was Menschen Tieren antun”, beginnt der Facebook-Post des Vereins “Tierschutz aktiv Kärnten”, der Fotos des an einem Baum angebundenen Hundes zeigt. Der Verdacht liege nahe, dass der Hund aufgrund seiner Blindheit ausgesetzt wurde. “Herzlos an einem Baum angebunden mitten im Wald in Edling bei Völkermarkt. Einfach seinem Schicksal überlassen”, heißt es weiter.

Glücklicherweise habe der Hund von Spaziergänger die Witterung aufgenommen und seine Besitzer zu Nemo geführt – so konnte er schließlich gerettet werden. Die Spaziergänger verständigten anschließend den Tierschutzverein, der den Welpen aufnahm. Dass der Hund blind war, wussten die Helfer zu diesem Zeitpunkt noch nicht: “Als wir ihn mitnahmen, fiel uns auf, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Bei der Pflegestelle angekommen, bestätigte sich dieser Verdacht. Er war so hungrig, aber fand die Futterschüssel erst nach langem hektischen Schnüffeln”, heißt es in dem Facebook-Post weiter.

Ein Tierarzt diagnostizierte anschließend Optikushypoplasie. “Er ist auf beiden Augen komplett blind und kann auf einem nur minimal hell und dunkel stark verzögert wahrnehmen”, so der Verein. Mittlerweile habe sich der Welpen von den Strapazen erholt und könne sein Leben genießen. “Auch Balli spielen kann man als blinder Hund. Er kommt wirklich super zurecht mit seiner Beeinträchtigung”, heißt es in einem weiteren Post.

Und auch zahlreiche Interessenten, die den Hund aufnehmen wollen, gibt es bereits. “Wir nehmen derzeit keine weiteren Anfragen an”, lässt der Verein seine Follower wissen. Ein Happy End ist also nahe.

RND/seb