Dienstag , 29. September 2020
Kerzen auf denen das Datum der Loveparade (24.07.2010) und Kreuze zu sehen sind, stehen im Tunnel der Karl-Lehr-Straße. Vor dem 10. Jahrestag der Massenpanik bei der Loveparade, bei der 21 Menschen sterben, findet die "Nacht der 1000 Lichter" statt. Quelle: Fabian Strauch/dpa

“Nacht der 1000 Lichter”: Loveparade-Totengedenken in Duisburg

Vor zehn Jahren starben bei der Loveparade in Duisburg 21 junge Menschen. Am Vorabend des Jahrestages gibt es traditionell eine „Nacht der 1000 Lichter“. Dabei wird den Todesopfern gedacht.

Duisburg. Bei einer „Nacht der 1000 Lichter“ ist am Donnerstagabend in Duisburg der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks vor zehn Jahren gedacht worden. An der Gedenkstätte am Unglücksort wurden dabei rund 1000 Grablichter entzündet. Viele waren mit Gedenkworten beschrieben. „Es tut noch weh“, stand auf einer Kerze.

Die “Nacht der 1000 Lichter” findet traditionell am Vorabend des Jahrestages statt. Am 24. Juli 2010 waren am einzigen Ein- und Ausgang der Technoparade 21 Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren erdrückt worden.

Nichtöffentliche Andacht für Angehörige

Für ihre Angehörigen war am Abend eine nichtöffentliche Andacht geplant. Die meisten Angehörigen der Opfer aus dem Ausland konnten nach Angaben der Loveparade-Stiftung wegen der Corona-Pandemie diesmal nicht kommen.

Mindestens 652 Loveparade-Besucher wurden damals verletzt. Einige von ihnen leiden bis heute körperlich und seelisch unter den Folgen. Am Freitag, dem eigentlichen Jahrestag, gibt es am frühen Abend eine Gedenkveranstaltung an einem Mahnmal in der Nähe der Gedenkstätte.

“Das ganze Land erschüttert und in Trauer versetzt”

„Die schrecklichen Ereignisse bei der Loveparade vor zehn Jahren haben das ganze Land erschüttert und in Trauer versetzt“, erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) laut einer Mitteilung zum Jahrestag. „Ein Tag, an dem junge Menschen fröhlich gemeinsam feiern wollten, endete in einer furchtbaren Katastrophe, in einem Albtraum, aus dem viele Menschen nicht befreit werden konnten – manche bis heute nicht.“

RND/dpa