Samstag , 26. September 2020
Asiatische Büffel durchqueren ein überschwemmtes Gebiet. Quelle: Anupam Nath/AP/dpa

Büffel fliehen aus Schlachthof – Nonne nimmt sie bei sich auf

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind sechs asiatische Büffel von einem Schlachthof geflohen. Eine Nonne, die sich sehr für den Tierschutz einsetzt, möchte die entlaufenen Büffel nun bei sich aufnehmen. Nach eigenen Angaben sind bei ihr bereits etliche verschiedene Tiere untergekommen.

Bangkok. Eine Gruppe asiatischer Büffel ist in Thailand dem Schlachthaus entkommen – und soll nun auf dem Gnadenhof einer buddhistischen Nonne eine neue Heimat finden. Die sechs Tiere waren am Mittwoch aus einem Schlachthof in Bangkok geflohen und wurden anschließend auf einer viel befahrenen Straße in der thailändischen Millionenmetropole gesichtet.

Videos und Fotos von den ausgebüxten Rindern gingen im Internet viral. Nun will sich die Nonne Phakjira Hatthakitchamroen, die in der westlichen Provinz Ratchaburi eine Farm für gerettete Tiere betreibt, um die Geflüchteten kümmern.

Nonne fordert gleiche Rechte für Büffel wie Katzen und Hunde

“Die Tiere haben gefühlt, dass sie in Gefahr waren und sind deshalb geflohen”, sagte Phakjira der Deutschen Presse-Agentur. Sie setze sich seit Jahren bei den Behörden dafür ein, das Töten von asiatischen Büffeln zu verbieten, aber es gebe leider bisher keine Fortschritte. “Ich möchte, dass die Tiere die gleichen Rechte wie Katzen und Hunde bekommen.”

Tierrettung großer Verdienst im Buddhismus

Jedoch fehlte es der Nonne zunächst am nötigen Geld, um die Büffel zu kaufen – sie kosten stolze 290 000 Baht (knapp 8000 Euro). Nun habe sie das Geld aber unter anderem durch Spenden gesammelt – am Donnerstag würden die Tiere auf ihren Hof überführt, so die Nonne. Dort beherbergt sie nach eigenen Angaben bereits 400 Büffel, 500 Kühe sowie mehr als 50 Katzen und Hunde.

“Tiere aus Schlachthöfen zu retten, wird von vielen Buddhisten als großes Verdienst betrachtet”, schrieb die örtliche Zeitung “Khaosod”.

RND/dpa