Mittwoch , 23. September 2020
In Bus und Bahn gilt Maskenpflicht. Quelle: imago images/Gottfried Czepluch

Männer verprügeln Busfahrer, der auf die Maskenpflicht hinweist

Zwei Fahrgäste haben in Oldenburg einen Busfahrer arbeitsunfähig geprügelt, weil dieser sie wegen fehlender Masken nicht mitnehmen wollte. Das Opfer erlitt eine Gehirnerschütterung, nach den Tätern wird noch gefahndet. Erinnerungen an einen noch schlimmeren Fall in Frankreich werden wach.

Oldenburg. Der Fall erinnert an den Angriff auf einen Busfahrer in Frankreich Anfang Juli: In Oldenburg haben zwei Männer den Fahrer eines Linienbusses beleidigt und geschlagen, nachdem dieser sie mehrfach auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte und sie nicht befördern wollte. Das Opfer erlitt eine Gehirnerschütterung und ist arbeitsunfähig, nach den Tätern wird weiter gesucht, berichtet der NDR.

Der Fall ereignete sich am vergangenen Donnerstag gegen 23 Uhr. “Der Busfahrer ist von den beiden Männern zunächst beleidigt worden”, sagte ein Polizeisprecher gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Daraufhin habe er die Tür des Busses von innen zugemacht, um sie an die Polizei zu übergeben. Daraufhin hätten die Männer auf ihn eingeschlagen, mit Gewalt die Tür geöffnet und seien geflüchtet.

Noch schlimmere Folgen hatte Anfang Juli ein ähnlicher Fall im südwestfranzösischen Bayonne: Dort hatte ein Busfahrer mehrere Menschen an einer Haltestelle zurückgewiesen, die trotz Maskenpflicht ohne Mund-Nasen-Schutz und gültige Fahrscheine in den Bus einsteigen wollten. Die Zurückgewiesenen griffen den Busfahrer an; er wurde heftig auf den Kopf geschlagen und starb wenige Tage später.

RND/seb/dpa