Donnerstag , 1. Oktober 2020
Immer wieder kommt es zur Sprengung von Geldautomaten. (Symbolbild) Quelle: imago images/Sascha Ditscher

Geldautomaten in Serie gesprengt: Fahnder fassen zwei mutmaßliche Täter

Sie sollen in sechs Bundesländern mehr als eine Million Euro erbeutet haben. Nun wurden zwei mutmaßliche Geldautomatensprenger von der Polizei festgenommen. Es soll Haftbefehl gegen die Männer beantragt werden.

Braunschweig. Polizeifahnder haben im Raum Braunschweig zwei mutmaßliche Geldautomatensprenger festgenommen, die bei neun Taten in sechs Bundesländern über eine Million Euro erbeutet haben sollen. Gegen die 26 und 31 Jahre alten Männer wurde Haftbefehl beantragt, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag mit. Zwischen August 2018 und März 2020 sollen die Männer Geldautomaten in Bayern, Bremen, Niedersachsen, dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gesprengt haben. Der dabei entstandene Sachschaden lässt sich den Angaben zufolge noch nicht abschließend beziffern. Da drei der Taten im Raum Braunschweig/Harz liegen, übernahm die Staatsanwaltschaft in Braunschweig die Ermittlungen.

Auf die Spur der Männer kamen die Ermittler des Bundeskriminalamtes durch den intensiven Informationsaustausch mit den zuständigen Fahndern in den Bundesländern. Insgesamt durchsuchten Beamte am Dienstagfrüh fünf Gebäude im Großraum Braunschweig/Salzgitter. Ob über die Festgenommenen hinaus gegen weitere Tatverdächtige ermittelt wird, sagte die Staatsanwaltschaft nicht.

Mehrere Millionen Euro Beute jährlich

Beim Sprengen von Geldautomaten erbeuten die Täter bundesweit jährlich mehrere Millionen Euro. Dazu kommen erhebliche Sachschäden, die meist weitaus höher liegen. Darüber hinaus werden durch die Sprengungen immer wieder Unbeteiligte durch Trümmerteile und Splitter in Gefahr gebracht.

RND/dpa