Samstag , 24. Oktober 2020
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo droht mit Konsequenzen. Quelle: imago images/Pacific Press Agency

Illegale Partys: New Yorks Gouverneur droht mit erneuter Schließung von Bars

Im April war New York noch ein weltweites Epizentrum der Corona-Pandemie. Nun werden dort offenbar illegale Partys gefeiert. Der Gouverneur des US-Bundesstaates reagiert mit Entsetzen – und droht, Öffnungen von Bars, Restaurants und Co. wieder rückgängig zu machen.

New York. Angesichts der Nachlässigkeit einiger New Yorker in der Corona-Krise und illegaler Parties hat der Gouverneur des Bundesstaates mit harschen Konsequenzen gedroht. Falls diese Tendenzen anhielten, „dann müssen wir unseren Öffnungsplan rückgängig machen und die Bars und Restaurants schließen“, sagte Andrew Cuomo am Montag. Überall in der Millionenmetropole würden Menschen gegen die Abstandsmaßnahmen und das Maskengebot verstoßen, teilweise würden Hunderte an einem Ort feiern.

„Es ist dumm, was ihr tut!“, sagte Cuomo weiter. Er forderte die Polizei und lokalen Behörden auf, die Gesetze durchzusetzen. Am Wochenenden hatten Videos von größeren Menschenmengen die Runde gemacht. Dort hatten Personen zum Beispiel im Stadtteil Queens dicht gedrängt zusammen auf der Straße gefeiert. „Diese Mengen müssen auseinandergetrieben werden“, verlangte Cuomo von den Einsatzkräften.

New York hat die Corona-Fälle drastisch gesenkt

New York, noch im April ein weltweites Epizentrum der Pandemie, hat die Zahl der Corona-Fälle drastisch gesenkt und gilt in den USA als beispielhaft im Kampf gegen Covid-19. Da aber 40 der insgesamt 50 Bundesstaaten einen teilweise starken Anstieg der Infektionszahlen sehen, fürchtet die Ostküsten-Großstadt eine zweite Welle. Deshalb hat der Bundesstaat bereits eine Quarantäne für Einreisende aus einer Reihe von anderen Regionen angeordnet. Auch die Öffnung von Museen und den Schankräumen von Restaurants und Bars wurde vorsichtshalber verschoben.

Cuomo kritisierte die Trump-Regierung für die desaströse Entwicklung der Pandemie in den USA: „Dieses Land ist noch immer komplett unvorbereitet, um sich darum zu kümmern“. Nichts sei in den vergangenen fünf Monaten passiert, die Bundesregierung wolle die Gefahr noch immer nicht wahrhaben. „Es ist so, als wären wir an Tag eins“.

RND/dpa