Dienstag , 20. Oktober 2020
Durch Sturm und hohe Wellen wurden mehrere Häuser stark beschädigt. Quelle: imago images/AAP

Australien: Flut zerstört Häuser an der Meeresfront

Ein Haus mit Meerblick – für viele Menschen ein Traum. Im Osten Australiens wurde es für einige Menschen nun ein Albtraum: Nachdem starke Winde und eine Flut wüteten, wurden einige Häuser in Strandlage beschädigt, Teile davon rutschten ins Meer. Bewohner mussten ihre Häuser verlassen.

Wamberal. An Australiens Ostküste rund um den Ort Wamberal, 90 Kilometer von Sydney entfernt, hat die starke Brandung zwei Häuser teilweise zum Einsturz gebracht. Auch weitere Häuser wurden durch die Erosionen beschädigt, so stürzte in einem Haus die komplette Terrasse die rund zehn Meter hohen Klippen ins Meer hinunter. Bei den teilweise eingestürzten Häusern soll es sich um die Ferienanlagen von zwei Familien aus Sydney handeln, berichtet ABC Australia.

Bereits seit Donnerstag wüten Winde und Wellen – und bisher wurde es auch nicht besser. Die Bewohner von 30 Häusern am Ocean View Drive wurden schließlich am Samstag aufgefordert, ihre Unterkünfte zu verlassen – denn eine Besserung der Wetterbedingungen ist nicht in Sicht und weitere Häuserteile drohen ins Meer zu stürzen. Damit die Menschen ihre Häuser wirklich verlassen, wurde Wasser, Gas und Strom abgestellt, berichten Anwohner. “Sie zwingen jeden auf der Straße zur Evakuierung”, wird eine 18-Jährige von ABC Australia zitiert. “Wir haben kein anderes Haus, in das wir gehen können.”

Sturmtief sorgt für starke Brandung: Warnung auch für Sydney

Für Politiker vor Ort ist der Abbruch der Häuser eine Folge von Baumängeln. Die Häuser in Strandlage seien einst unter der Vorgabe erlaubt worden, dass dort eine Schutzmauer errichtet würde. “Die Mauer stand mindestens 20 Jahre lang in den Entwicklungsplänen”, sagte Margaret Bryce, Vizepräsidentin der Wamberal Protection Society. “Es ist absolut ekelhaft, dass es so weit gekommen ist”, zitiert “The Guardian” die Frau.

Auch in den kommenden Tagen wird durch ein Sturmtief starke Brandung erwartet – betroffen sind acht Küstenabschnitte, darunter auch Sydney. “Die Bedingungen und der Seegang werden gefährlich sein für alle Aktivitäten am und im Wasser wie Fischen, Bootfahren oder Schwimmen”, gab die australische Wetterzentrale Bureau of Meterology bekannt.

RND/msk