Freitag , 18. September 2020
Sein Ausflug endete hinter Gittern, weil Kängurus nicht durch Fort Lauderdale spazieren dürfen. Quelle: Joe Cavaretta/South Florida Sun-

Känguru hüpft durch Florida – und landet hinter Gittern

In Fort Lauderdale ist ein Känguru auf der Straße herum gelaufen und hat einen Polizeieinsatz ausgelöst. Das Tier wurde kurzerhand festgenommen – denn exotische Tiere wie Kängurus dürfen nicht durch amerikanische Städte spazieren. Die Polizei teilt nun regelmäßig Bilder und Videos in den sozialen Medien.

Fort Lauderdale. Die Polizei in Fort Lauderdale im US-Staat Florida ist in eine Verfolgungsjagd der etwas anderen Art geraten: Ein ausgebüxtes Känguru sei am Donnerstag durch ein Viertel der Stadt gehüpft und von Beamten eingefangen worden, teilten Behörden mit. Fünf Polizisten und zwei Wagen waren im Einsatz. Das Känguru wurde in einen Streifenwagen gelegt und dann in eine Scheune gebracht, in der die Polizei ihre Pferde hält. Dort wird das Tier nun von Tierärzten versorgt.

Auf Twitter und Facebook teilte die Polizei Fotos und Videos von dem Einsatz – und dem Känguru hinter Gittern in seinem vorübergehenden Zuhause. “Dem Tier geht es gut, es ist unter Betreuung der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission”, heißt es auf Twitter. Der erste Beitrag zum Känguru wurde mehr als 3000 Mal geteilt.

Illegale Haltung: Besitzer bekommt Känguru nicht zurück

Während sich die Polizei bisher nicht zum Besitzer äußerte, gab sich Anthony Macias gegenüber dem Blatt “Sun Sentinel” als solcher aus. Er sei auf der Arbeit gewesen, als er von der Flucht des Beuteltiers namens Jack erfahren habe. Er habe zuvor den Müll hinausgebracht und dabei das Tor nicht richtig geschlossen. “Ich vermute, er hat sich einfach den Weg freigeboxt.”

Das Känguru wird Macias nicht zurückbekommen. Grund sei, dass die Beuteltiere in Fort Lauderdale nicht gehalten werden dürften, habe ihm die Polizei gesagt.

RND/msk/AP