Montag , 28. September 2020
Die auf Farmen gezüchteten Nerze werden später zu Pelzen verarbeitet. Quelle: picture alliance/imageBROKER

Corona-Ausbruch auf Nerzfarm: 93.000 Tiere werden getötet

In Spanien ist das Coronavirus auf einer Nerzfarm ausgebrochen. Sieben Mitarbeiter und 87 Prozent der Tiere haben sich mit Covid-19 infiziert. Die Regionalregierung hat nun die Tötung der infizierten Nerze angeordnet.

Puebla de Valverde. Auf einer Nerzfarm im Osten Spaniens ist das Coronavirus ausgebrochen – bei Menschen und Tieren. Sieben Mitarbeiter des Betriebs in Puebla de Valverde hatten sich vor rund zwei Monaten mit Covid-19 infiziert. Laut Behörden hat sich das Virus von ihnen auf die Nerze übertragen, berichtet “Bild”.

Ausgiebige Testungen ergaben, dass sich 87 Prozent der Tiere auf der Farm angesteckt haben. Die Regionalregierung reagiert und lässt knapp 93.000 der Nerze töten, um eine Übertragung von Tier zu Mensch zu verhindern. Nerzfarmen dienen ausschließlich der Pelzproduktion.

Ähnliche Fälle in den Niederlanden

In den Niederlanden hat es ähnliche Fälle gegeben. Auch dort mussten Zehntausende Tiere getötet werden. Zwei Mitarbeiter sollen sich bei den Nerzen angesteckt haben. Im Mai berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass es sich dabei wohl um die erste bekannte Übertragung von Tier zu Mensch handelt.

RND/nis