Dienstag , 29. September 2020
Ernst August Prinz von Hannover. Quelle: dpa

In Österreich: Polizeieinsatz bei Ernst August von Hannover

Bei Ernst August Prinz von Hannover hat es in Österreich einen Polizeieinsatz gegeben. Laut den Beamten war der 66-Jährige gegenüber den Beamten handgreiflich geworden. Er selbst stellt den Fall ganz anders dar.

Grünau. In Grünau im Almtal (Oberösterreich) ist es im Jagdhaus von Ernst August Prinz von Hannover zu einem Polizeieinsatz gekommen. Wie der Welfe der “Kronen Zeitung” erzählt, habe er am Mittwochmorgen Hilfe benötigt: “Ich hatte eine Unterzuckerung, wählte deswegen den Notruf. Ich sagte, dass sie sich beeilen sollen, weil es mir sehr schlecht geht. Warum aber die Polizei mitgekommen ist, weiß ich nicht.”

Nach seinen Angaben seien plötzlich die Beamten ohne Grund auf ihn losgegangen: “Ein Polizist hat mich geschlagen. Ich glaube, die waren besoffen, die machten zumindest den Eindruck”, sagte er der “Kronen Zeitung”. Er habe sich daraufhin gewehrt: “Ich habe wahrscheinlich zurückgeboxt. Ich war so erstaunt. So ein unverschämter Lümmel.”

Die Polizei hingegen stellt die Situation anders dar. Die Pressestelle der Landespolizeidirektion Oberösterreich bestätigte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass der Welfe am frühen Morgen des 15. Juli den Notruf der Polizei gerufen habe. Er habe angegeben, “sich in einer Notsituation zu befinden und sofortige Hilfe zu benötigen.” Eine Polizeistreife und die Rettung trafen Ernst August rund 20 Minuten nach dem Anruf an: “Da sich die Person äußerst aggressiv gegenüber den Helfern verhielt, diese körperlich attackierte und auch eine Selbstgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde sie nach einer ärztlichen Untersuchung in das Klinikum Vöcklabruck gebracht.”

Der Prinz droht laut “Kronen Zeitung” jetzt mit einer Klage gegen die Polizei. “Auf einmal soll ich der Schuldige sein? Ich bin unschuldig, war nie handgreiflich”, so der 66-Jährige.

RND/msc