Freitag , 30. Oktober 2020
Ein Einsatzwagen der Polizei. Quelle: imago images/Ralph Peters

Mann fährt betrunken in Elektro-Rollstuhl rum – Führerschein weg

Ein Mann muss seinen Führerschein abgeben und ein Bußgeld zahlen, weil er betrunken mit einem Elektro-Rollstuhl gefahren ist. Der 45-Jährige benötigt den Rollstuhl nicht und hatte ihn sich geliehen. Er fiel der Polizei auf, die daraufhin einen Atemalkoholtest mit ihm machte.

Maroldsweisach. Wegen dieser Aktion ist er seinen Führerschein wohl erst einmal los: Betrunken ist ein 45-Jähriger in einem Elektro-Rollstuhl in Maroldsweisach (Landkreis Haßberge) unterwegs gewesen. “Der wirkte vom Alter und vom körperlichen Aussehen nicht so, als ob er diesen Fahrstuhl wirklich braucht, deshalb wurde er kontrolliert”, berichtete ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Die Kontrolle am Vorabend ergab dann, dass der 45-Jährige sich den Rollstuhl, der mit einem Halbdach als Regenschutz ausgestattet war, von einem Bekannten geliehen hatte. Zudem ergab ein Atemalkoholtest, dass der Mann 1,06 Promille intus hatte.

Bußgeld und Führerscheinentzug

Während ersteres nicht strafbar ist, hat zweiteres für den Mann nun unangenehme Folgen: Den 45-Jährigen erwarten laut Polizei ein Bußgeld im dreistelligen Bereich sowie einen Monat Führerscheinentzug. „Er ist ein motorisierter Verkehrsteilnehmer, der sich im Verkehrsraum bewegt, da zählen die normalen Grenzwerte“, erläuterte der Polizeisprecher.

Nachdem der Mann knapp unter 1,1 Promille geblieben war, bleibt es aber bei einer Ordnungswidrigkeit statt einer Straftat.

RND/dpa