Mittwoch , 21. Oktober 2020
Gewerbeaufsicht und Gesundheitsamt haben der Großbaustelle einen Überraschungsbesuch abgestattet – und das Übernachten im Ex-Hotel mit sofortiger Wirkung untersagt. Quelle: Michael Thomas

Behörden schreiten auf Baustelle ein: 50 Bulgaren übernachten dort ohne Wasser und Toiletten

Unhaltbare Hygienezustände wurden auf der Baustelle eines ehemaligen Maritim-Hotels in Hannover entdeckt. Dort mussten überwiegend bulgarische Arbeiter in schadstoffbelasteten Räumen schlafen. Sie hatten vor Ort kein Trinkwasser und keine Toiletten.

Hannover. Auf der Baustelle eines ehemaligen Maritim-Hotels in Hannover haben Mitarbeiter von Gewerbeaufsichtsamt und Gesundheitsbehörde am Dienstag unhaltbare Hygienezustände aufgedeckt. Arbeiter mussten dort unter anderem in schadstoffbelasteten Räumen schlafen – ohne Trinkwasser und Toiletten. Das berichtet die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ).

Demnach sind dort etwa 50 überwiegend bulgarische Mitarbeiter mit der Entkernung des Gebäudes beauftragt – und mussten auf der Baustelle schlafen. “Sie lebten dort ohne Trinkwasser, ohne sanitäre Einrichtungen und Waschvorrichtungen”, bestätigt Bernd Reese, der Leiter des Gewerbeaufsichtsamts, gegenüber der “HAZ”. Zudem sei das Gebäude schwer mit Schadstoffen belastet. Das Übernachten ist dort laut dem Bericht ab sofort verboten.

Mitarbeiter aus umliegenden Büros alarmieren die Polizei

Offenbar haben Mitarbeiter aus den umliegenden Büros Ende vergangener Woche die Polizei informiert, dass die Abbrucharbeiter in dem ehemaligen Hotel schlafen müssen, berichtet die “HAZ”. Demzufolge war außerdem bei dem Überraschungsbesuch der Behörden auf der Baustelle kein Bauleiter vor Ort, “der der deutschen Sprache mächtig war”. Deshalb wurde für diesen Mittwoch ein erneuter Besuch angekündigt.

RND/hsc