Samstag , 31. Oktober 2020
Dr. Herwig Schäfer von der Staatsanwaltschaft Offenburg spricht auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen in Oppenau. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Bedrohter Polizist in Oppenau: “Jederzeit damit gerechnet, dass ich in dieser Hütte sterben könnte”

In Oppenau ist der 31-jährige Yves Rausch immer noch auf der Flucht. Der Flüchtige bedrohte zuvor einen Beamten mit einer scharfen Schusswaffe.

Oppenau. Bei ihrem Einsatz gegen den bewaffneten 31-Jährigen in Oppenau im Schwarzwald haben die Polizeibeamten nach den Worten von Polizeipräsident Reinhard Renter “alles richtig gemacht”. “Das höchste Gut ist unser Leben”, sagte Renter am Dienstag auf der Pressekonferenz in Oppenau.

Yves Rausch bedrohte nach Angaben von Oberstaatsanwalt Herwig Schäfer einen der vier Beamten aus nächster Nähe mit einer scharfen Schusswaffe. In der Vernehmung nach der Tat sagte der Polizist: “Die Situation war für mich sehr bedrohlich. Er hat ja die Waffe direkt auf mich gerichtet. Ich habe jederzeit damit gerechnet, dass er schießen könnte und ich in dieser Hütte sterben könnte”, zitiert Schäfer den Beamten.

“Er war sehr gefasst”

Er sei kein Polizist, der auf die Tränendrüse drücken wollte. “Er war sehr gefasst, sehr beherrscht und sehr klar in seinen Aussagen”, erzählt der Oberstaatsanwalt. Die Waffe allein sei Drohung genug gewesen. Nur durch das besonnene Verhalten der Polizisten habe es keine Verletzten gegeben.

Polizei rechnet mit langer Suche

Die Polizei geht von einer längeren Suche nach dem 31-Jährigen aus. “Wir werden nicht nachlassen”, sagte der Polizeipräsident Reinhard Renter. “Wir haben einen langen Atem.” Am Dienstag seien rund 200 Polizisten im Einsatz.

RND/dpa/nis