Donnerstag , 29. Oktober 2020
Einsatzkräfte der Polizei stehen am Wrack des Ultraleichtflugzeugs. Quelle: Thomas Riedel/dpa

Brüder aus dem Ruhrgebiet sterben bei Flugzeugabsturz nahe Karlsruhe

In der Nähe von Karlsruhe ist eine Propellermaschine abgestürzt. Zwei Menschen aus dem Ruhrgebiet kamen dabei ums Leben. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar.

Karlsruhe/Iserlohn. Beim Absturz einer Propellermaschine in der Nähe von Karlsruhe sind zwei Menschen aus dem Ruhrgebiet ums Leben gekommen. Das Ultraleichtflugzeug mit den beiden Männern an Bord war am frühen Sonntagabend in dem Wald zerschellt. Der 61 Jahre alte Pilot und sein 54-jähriger Bruder kamen ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Aus welcher Stadt im Ruhrgebiet sie stammen, sagten die Ermittler zunächst nicht.

Die beiden waren den Angaben zufolge am Sonntagmorgen vom Flugplatz Iserlohn-Rheinermark aus gestartet, um für einen Termin zum Flugplatz Rheinstetten-Forchheim in Baden-Württemberg zu fliegen. Von dort waren sie am Abend wieder gestartet, um zurück nach Iserlohn zu fliegen, als es zu dem Unglück kam. Das Flugzeug sei gegen 18.11 Uhr „im Sturzflug“ in ein Waldgebiet gekracht, sagte ein Sprecher.

Keine Hinweise auf technischen Defekt

Die Unglücksursache ist unklar. Hinweise auf einen technischen Defekt gebe es bisher nicht. Die zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) beauftragte nach Worten des Polizeisprechers einen Sachverständigen, der noch am Montag an der Absturzstelle eintreffen sollte. Ebenfalls unklar ist, ob eine medizinische Ursache in Frage kommt und bei dem Piloten eine Obduktion angeordnet wird.

Der Abtransport des Flugzeuges gestaltete sich schwierig. Vermutlich müsse erst eine Schneise in dem dichten Waldgebiet bei Rheinstetten nahe Karlsruhe geschlagen werden, um die Wrackteile einsammeln und zur Begutachtung wegbringen zu können, sagte ein Polizeisprecher.

RND/dpa