Samstag , 24. Oktober 2020
Im Osten Chinas versuchen Menschen mit Sandsäcken Staudämme gegen die Fluten zu bauen. Quelle: imago images/Xinhua

Überflutungen in China: 141 Menschen tot oder vermisst

In 433 Flüssen haben die Wasserstände die Warnpegel überschritten: Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen sind in China seit Juni 141 Menschen gestorben oder gelten noch als vermisst. Praktisch das ganze Land ist betroffen, rund 28.000 Häuser wurden zerstört.

Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen sind in China seit Juni Dutzende Menschen umgekommen. 141 seien gestorben oder würden vermisst, und etwa 28.000 Häuser seien beschädigt worden, teilte der Vizeminister für Katastrophenschutz, Zheng Guoguang, mit. Praktisch alle Bereiche des chinesischen Festlands seien betroffen, verschont geblieben seien lediglich weite Gebiete im Westen wie die autonomen Regionen Tibet und Xinjiang. In 433 Flüssen haben die Wasserstände laut Zheng den Warnpegel überschritten, 33 haben Rekordwasserstände verzeichnet.

Städte in Süd- und Zentralchina stehen unter Wasser

Chinas und Asiens längster Fluss Jangtse nahm den Angaben nach besonders viel Regen auf. Seine Wassermassen setzten Städte in Süd- und Zentralchina unter Wasser. Einsatzkräfte verstärkten Dämme und gruben Kanäle, um Wasser abfließen zu lassen.

Die Höhe des Schadens beträgt Schätzungen zufolge Hunderte Millionen Dollar, was nach der Coronavirus-Pandemie noch zusätzlich Druck auf die chinesische Wirtschaft ausüben wird. Die Überschwemmungen wirken sich im Süden Chinas zudem negativ auf den Tourismus aus.

RND/AP