Donnerstag , 1. Oktober 2020
Mit einem Großaufgebot wird nach dem bewaffneten Mann gesucht. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Flüchtiger 31-Jähriger aus Oppenau entwaffnete vier Polizisten

Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei um Oppenau im Schwarzwald nach einem bewaffneten Mann. Der 31-Jährige hatte auch Beamte bedroht und sie entwaffnet. Er soll Kleidung mit einem Tarnmuster tragen.

Oppenau. Mit einem starken Aufgebot sucht die Polizei in und um Oppenau im Schwarzwald nach einem mit Tarnmuster bekleideten, bewaffneten Mann. Es seien mehrere Streifenbesatzungen und auch ein Hubschrauber im Einsatz, teilte die Polizei in Offenburg am Sonntagmittag mit. Sie rief die Menschen in der betroffenen Gegend dazu auf, nach Hause zu gehen.

Am Nachmittag folgten dann weitere Angaben seitens der Polizei: Demnach sei am frühen Vormittag ein mit Pfeil und Bogen bewaffneter Mann gemeldet worden, der sich an einer Hütte im Bereich Oppenau aufgehalten habe. Eine anschließende Kontrolle gegen 9.30 Uhr durch die Polizei ergab, dass er darüber hinaus auch ein Messer sowie eine Pistole bei sich führte. Im Zuge der Überprüfung soll sich der Verdächtige zunächst kooperativ gezeigt haben. Plötzlich und für die Beamten völlig unvermittelt zog er eine Schusswaffe und bedrohte die Ermittler, sodass diesen keine Zeit blieb, auf die gefährliche Situation zu reagieren. Er soll sie sodann massiv bedroht haben, ihre Pistolen abzulegen. Dem kamen die Beamten nach. Anschließend ergriff er vermutlich mit den Dienstwaffen die Flucht.

Es sei nicht geklärt, welche Gefahr von dem Mann ausgeht, hieß es. Es kann bislang nicht genau beurteilt werden, ob sich der Bewaffnete möglicherweise in einer psychischen Ausnahmesituation befindet und welche Gefahr von ihm ausgeht. Es soll ich bei ihm um einen 31-jährigen deutschen Staatsangehörigen handeln, der in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist – unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Hinweise zu der verdächtigen Person werden nach wie vor unter der Notrufnummer 110 entgegengenommen.

RND/ots/dpa