Samstag , 31. Oktober 2020
Eros hilft bei der Lebensmittel-Auslieferung mit. Quelle: AP

Tierische Hilfe in Zeiten der Corona-Krise: Labrador liefert Lebensmittel aus

In Kolumbien gelten in der Corona-Krise teilweise noch strenge Ausgangssperren. In der Stadt Medellín hilft Labrador Eros den Menschen dabei, trotzdem an ihre Lebensmittel zu kommen. Der freundliche Vierbeiner bringt ihnen die Speisen und Getränke einfach ins Haus.

Für die Belieferung seiner Kunden hat ein Lebensmittelladen in der kolumbianischen Stadt Medellín in Corona-Zeiten einen neuen Boten im Einsatz: den achtjährigen Labrador Retriever Eros. Mehrmals am Tag trottet er mit einem Strohkorb zwischen den Zähnen durch das Viertel und bringt den Kunden des Supermarkts El Porvenir Gemüse, Obst und andere Lebensmittel. Als Bezahlung gibt es Leckerlis und Kopfkraulen.

Eros´ Besitzerin: “Die Leute lieben es, wenn wir den Hund schicken”

Adressen kann Eros zwar keine lesen, aber er kennt die Namen von fünf oder sechs Stammkunden, von denen er schon mal einen Hundekuchen bekommen hat. Nach einiger Übung habe er gelernt, selbst zu deren Häusern zu gehen, sagt Besitzerin Maria Natividad Botero. “Er hilft uns, Abstand zu halten. Und die Leute lieben es, wenn wir den Hund schicken.” In einigen Städten Kolumbiens gelten wegen der Ausbreitung des Coronavirus Grenzen, an wie vielen Tagen der Woche man einkaufen gehen darf.

Als Belohnung gibt’s Leckerlis für Eros

Anfangs habe sie gar keinen Hund haben wollen, sagt Botero. Doch ihr Sohn habe so gebettelt, bis sie schließlich nachgegeben habe. Dann hätten ihn aber alle ins Herz geschlossen. Als die Familie vor vier Jahren den kleinen Supermarkt im Viertel Tulipanes eröffnet habe, habe Eros mit ihr und ihren Kindern immer wieder Waren ausgeliefert. Jetzt dürfe er das allein. Allerdings müssten die Kunden immer sichergehen, dass sie auch etwas für ihn zu Hause haben. “Er verlässt das Haus nicht, bis du ihm ein Leckerli gibst”, sagt Botero.