Donnerstag , 22. Oktober 2020
Eine Zweijährige hatte sich bei einem Unfall im IKEA in Rostock schwer verletzt. Quelle: Federico Gambarini/dpa

Zweijährige verletzt sich bei Unfall in Ikea schwer

Ein zweijähriges Mädchen hat sich bei einem Unfall im Ikea-Möbelhaus in Rostock schwer am Bein verletzt. Eine offenbar ungesicherte Trennwand war auf die Kleine gestürzt. Die Eltern werfen dem Unternehmen mangelnde Sicherheit vor – Ikea selbst hat sich nun zum Vorfall geäußert.

Rostock. Ein Unfall im Ikea-Möbelhaus in Rostock sorgt aktuell für mächtig Diskussionsstoff. Ein zweijähriges Mädchen hatte sich in der vergangenen Woche nach Angaben der Mutter im Bistrobereich des Unternehmens schwer verletzt, als eine ungesicherte Trennwand auf das Mädchen stürzte. Das Kind brach sich demnach den Oberschenkel und musste im Krankenhaus operiert werden. Dies berichtet die “Ostsee Zeitung”.

Die Zweijährige darf der Diagnose der Ärzte zufolge das betroffene Bein vier bis sechs Wochen nicht mehr belasten. Ihr gehe es nach dem Unfall jedoch schon wieder besser.

Eltern machen Möbelhaus für Unfall verantwortlich

Die Eltern des Kindes machen Ikea für den Unfall verantwortlich. Denn die Trennwand soll nur mit einer dünnen Schnur am Fuße des Aufstellers mit einer dahinter befindlichen Sitzgelegenheit verbunden gewesen sein. Laut der Mutter sei dies “fahrlässig”.

Der Vater habe die Unfallstelle einen Tag nach dem Vorfall noch einmal aufgesucht und festgestellt, dass die Trennwand noch immer nicht richtig gesichert gewesen sei. Nun hat sich das Unternehmen zu dem Vorfall geäußert. “Wir nehmen den Vorfall selbstverständlich sehr ernst”, erklärte das Unternehmen gegenüber der Zeitung.

Weiter heißt es im Statement: “Im Bistrobereich unseres Einrichtungshauses handelt es sich um einen Bereich mit hoher Personaldichte, jedoch zeigte sich im Gespräch mit den Kollegen vor Ort, dass keiner der Mitarbeiter den geschilderten Vorfall beobachten konnte. Die Kollegen versicherten, dass die Paravents (Trennwand, Anm. d. Red.) sehr sorgfältig gegen Kippen gesichert waren.”

Wer für den Unfall haftbar gemacht wird, ist noch nicht geklärt.

RND/OZ/jj