Donnerstag , 22. Oktober 2020
Das Salzburger Landgericht. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / BARBARA GINDL

18 Jahre Haft nach tödlichen Schüssen in Salzburger Café

Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen 46-jährigen Cafébesucher ist der Schütze zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Der aus Albanien stammende Angeklagte beteuerte vor Gericht, dass er den gebürtigen Bosnier nicht töten wollte. Der Sohn des Erschossenen hatte schwer verletzt überlebt.

Salzburg. Rund ein Jahr nach Schüssen in einem Café in der österreichischen Stadt Salzburg ist ein Mann zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Der 32-Jährige soll im Juni 2019 einen 46-Jährigen erschossen und dessen Sohn (24) schwer verletzt haben. Das am Donnerstag ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte soll demnach im Garten des Cafés im Salzburger Stadtteil Lehen mit dem jüngeren Mann in Streit geraten sein. Als der seinen Vater holte, habe der 32-Jährige auf die beiden geschossen. Während der Vater tödlich am Oberkörper getroffen wurde, erlitt der Sohn einen Oberschenkel-Durchschuss.

Der aus Albanien stammende Angeklagte beteuerte vor Gericht, er habe den 46 Jahre alten Bosnier nicht töten wollen, sondern sich nur bedroht gefühlt.

RND/dpa