Sonntag , 20. September 2020
In einer Starbucks-Filiale kam es zum Eklat. (Symbolbild)

Muslimische Frau bekommt Kaffeebecher mit Aufschrift “ISIS” überreicht

In einem Starbucks-Café in den USA soll eine verschleierte Frau einen Getränkebecher überreicht bekommen haben, auf dem nicht ihr Vorname, sondern “ISIS” stand. Nun reicht die Muslima eine Diskriminierungsbeschwerde gegen das Unternehmen ein. Der im Café Verantwortliche hatte den Vorfall zunächst heruntergespielt.

Eine muslimische Frau hat in St. Paul im amerikanischen Bundesstaat Minnesota eine Diskriminierungsbeschwerde gegen die Betreiber einer Starbucks-Filiale eingereicht. Nach ihrer Schilderung habe ein Verkäufer anstelle ihres Namens “ISIS” auf ihren Getränkebecher geschrieben, wie die amerikanische Nachrichtenseite “Washington Post” berichtet.

Die 19-jährige Frau, die aus Angst um ihre Sicherheit nur mit ihrem Vornamen Aishah in Erscheinung tritt, erklärte demnach, dass sie einen Hijab und eine Maske getragen habe, als sie am 1. Juli in der Starbucks-Filiale ein Getränk bestellt habe. Sie wiederholte demnach ihren Namen langsam und mehrmals dem Verkäufer gegenüber.

Frau spricht Verkäufer auf das Problem an

Als sie ihr Getränk überreicht bekam, hatte der Verkäufer “ISIS”, also die Abkürzung für eine islamistische Terrororganisation, auf den Becher geschrieben. Ihrer weiteren Schilderung der “Washington Post” gegenüber habe Aishah den Vorgesetzten des Verkäufers auf das Problem angesprochen, aber der habe ihre Beschwerde abgewiesen und lediglich gesagt: “Manchmal passieren Fehler mit den Namen der Kunden.”

Danach habe sie ein neues Getränk und einen Gutschein in Höhe von umgerechnet rund 22 Euro erhalten und sei vom Securitydienst aus dem Geschäft eskortiert worden.

RND/kiel