Die Straßenschilder der Liebigstraße und der Rigaer Straße. Quelle: Paul Zinken/dpa

Berliner Polizei durchsucht Haus in Rigaer Straße

200 Einsatzkräfte der Polizei haben am Donnerstagmorgen ein Haus in der Rigaer Straße in Berlin durchsucht. In der Straße stehen einige zum Teil besetzte Häuser der linksradikalen Szene. Die Durchsuchung sei ohne Widerstand abgelaufen, teilte die Behörde mit.

Berlin. Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat die Polizei am frühen Donnerstagmorgen mit rund 200 Einsatzkräften Wohnungen eines Wohnprojektes in der Rigaer Straße durchsucht. Dabei handelt es sich um das Haus Nummer 94, wo es in der Vergangenheit immer wieder zu teilweise harten Auseinandersetzungen zwischen der linksradikalen Szene zugerechneten Bewohnern und Sicherheitskräften gekommen war.

Es würden zwei richterliche Durchsuchungsbeschlüsse zu zwei unterschiedlichen Ermittlungsverfahren vollstreckt, sagte die Leiterin der Polizeipressestelle, Anja Diersche, der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es einmal um eine gefährliche Körperverletzung - im Januar sei eine Polizistin mit einem Laserpointer geblendet worden und habe eine Augenverletzung davongetragen. Zudem gehe es um eine Urkundenfälschung mit dem Ziel der Bereicherung.

Kein Widerstand gegen Durchsuchung

Auch wenn die Beamten eine Tür des Gebäudes mit Gewalt hätten öffnen müssen, sei die Lage ruhig und es gebe keinen Widerstand gegen die Durchsuchung, sagte Dierschke am Vormittag. In der Rigaer Straße und Umgebung stehen noch einige symbolträchtige und zum Teil besetzte Häuser der linksradikalen Szene.

RND/dpa