Dienstag , 29. September 2020
Bereits im März, während des ersten Lockdowns in Melbourne, kauften die Menschen aus Panik die Regale leer. Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Erneuter Lockdown in Melbourne: Lange Supermarktschlangen und Panikkäufe

Ab Mittwoch gilt in der australischen Stadt Melbourne wieder ein sechswöchiger Lockdown. Einkaufen ist aber ausdrücklich noch erlaubt. Doch das hält die Bewohner der Stadt offenbar nicht davon ab, schon jetzt Panikkäufe zu tätigen.

Die australische Stadt Melbourne muss wegen eines drastischen Anstiegs der Corona-Infektionen wieder für sechs Wochen in den Lockdown. Und die angekündigte Ausgangssperre, die ab Mittwoch gilt, löst offenbar wieder Panik und Hamsterkäufe aus, wie zahlreiche Bilder in den sozialen Medien zeigen.

So schreibt die Journalistin Lucie Morris-Marr auf Twitter zu einem Bild, das vor einem Supermarkt anstehende Menschen zeigt, dass die Menschen nach der Bekanntgabe des Lockdowns in die Supermärkte eilten und lange anständen, um noch einzukaufen. “Die Geschäfte bleiben offen”, erinnert sie die Bevölkerung daran, dass trotz Ausgangssperre weiter eingekauft werden könne und dürfe.

In einem zweiten Tweet zeigt sie leere Supermarktregale: Brot, Reis und Nudeln seien bereits fast ausverkauft. “Riesige Panikreaktion”, kommentiert die Journalistin das Ganze.

Auch in weiteren Tweets von Australiern ist zu sehen, wie die Menschen Hamsterkäufe tätigen – und Klopapier, Dosenessen und Co. in Massen einkaufen. “Dummheit scheint ansteckender zu sein als Covid-19″, kommentiert ein User ein solches Bild.

Die Panik ist trotz des Lockdowns unbegründet. Die Bürger Melbournes dürfen zwar unter dem erneuten Lockdown nicht das Haus verlassen – Ausnahmen bilden aber das Einkaufen von Lebensmitteln, Arzt- und Pflegebesuche, Ausübungen körperlicher Fitness oder die Arbeit.

RND/hsc