Ein Rassismus-Vorfall im New Yorker Central Park sorgte in den USA für Empörung. Quelle: Melody Cooper/Twitter

Nach Rassismus-Vorfall im New Yorker Central Park: Anklage gegen Frau wegen Falschanzeige

Eine weiße Frau hatte Ende Mai bei der Polizei angezeigt, dass ein Afroamerikaner im New Yorker Central Park ihr Leben bedroht habe. Dabei hatte der Mann sie nur gebeten, ihren Hund anzuleinen. Nun hat die New Yorker Staatsanwalt Anklage gegen die Frau erhoben.

New York. Nach einem Rassismus-Vorfall im Central Park hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Ein afro-amerikanischer Hobby-Vogelbeobachter hatte bei dem Vorfall Ende Mai eine weiße Frau gebeten, den Parkregeln entsprechend ihren Hund anzuleinen. Die Frau lehnte dies jedoch ab, rief die Polizei an und drohte damit zu berichten, dass ein afro-amerikanischer Mann ihr Leben bedrohe. Die Frau müsse sich nun wegen fälschlicher Anzeige eines Vorfalls verantworten, kündigte Staatsanwalt Cyrus Vance am Montag an.

Das Video des Vorfalls, das die Schwester des Vogelbeobachters auf Twitter veröffentlicht hatte, war millionenfach angesehen worden und hatte in den USA für viel Wirbel gesorgt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hatte die Frau schwer kritisiert und gesagt, das Video zeige “Rassismus, ganz einfach”. Die Frau, die daraufhin von ihrem Arbeitgeber entlassen wurde, entschuldigte sich, wies aber alle Rassismus-Vorwürfe zurück. “Es war inakzeptabel und ich entschuldige mich demütig und vollkommen.”

RND/dpa