In der kommenden Woche ist vor allem im Norden mit vielen Schauern und Gewittern zu rechnen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nasser Wochenstart: Wechselhaftes Wetter bleibt bis zum Wochenende

Nach einem stürmischen Wochenende geht es in der neuen Woche mit Regen und Gewittern weiter. Während es im Norden sehr wechselhaft bleibt, wird es im Süden bei bis zu 27 Grad etwas freundlicher. Das richtige Sommerwetter bleibt jedoch vorerst aus.

Hannover. Der nasse Montag zeigt bereits einen Trend für die Wetterlage in der kommenden Woche: viel Regen bei teilweise milden Temperaturen in weiten Teilen Deutschlands. Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt des Portals Wetterkontor sagt zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): “Es bleibt voraussichtlich die ganze Woche wechselhaft.”

Das derzeitige Tiefdruckgebiet “Wendy” aus dem Westen sei sehr kräftig und sorge laut Schmidt für die durchwachsene Wetterlage über Mitteleuropa. Heute ist demnach in den meisten Teilen Deutschlands mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Das Sturmtief sorgt außerdem seit dem Wochenende für starken Wind an der Küste.

Viele Regentiefs über Norddeutschland

Vor allem im Norden werde es auch in den kommenden Tagen immer wieder nass, während im Süden bereits ab Dienstag mit etwas freundlicherem Wetter zu rechnen sei, so der Meteorologe. Am Mittwoch bleibt es daher auch nur in südlichen Teilen Deutschlands trocken, über den Norden zieht dann bereits das nächste Regentief hinweg.

Hohe Temperaturen im Süden, kühl im Norden

Die Temperaturen nehmen nach einem frischen Wochenstart mit 17 bis 23 Grad langsam zu. Ab Wochenmitte werden dann wieder sommerliche Werte erwartet. So sind im Süden ab Mittwoch Temperaturen von bis zu 25 Grad möglich, im Norden Deutschlands bleibt es einige Grad kühler bei um die 20 Grad etwa in Hamburg. “Am Donnerstag sind im Südwesten sogar bis zu 27 Grad möglich, und auch im Norden wird es besser. Allerdings zieht am Freitag bereits ein nächstes Tiefdruckgebiet mit Regenschauern von Westen herein”, erklärt Jürgen Schmidt.

Der Meteorologe sieht auch zum Wochenende keine sonnige Wetterlage für Deutschland. “Gerade zu Corona-Zeiten hätte man sich natürlich für die Menschen, die viel zu Hause sind, schönes Wetter gewünscht”, so Schmidt. Allerdings könnten die derzeitigen Regengüsse auch endlich die Defizite der letzten Jahre ausgleichen: “Die Sommer der letzten zwei Jahre waren ungewöhnlich trocken in Deutschland. Die Natur freut sich daher sehr über die vielen Regenschauer im Moment.”

Der Siebenschläfer-Termin lasse außerdem vermuten, dass die wechselhafte Wetterlage noch bis Mitte Juli anhalten wird. Bis dahin erreiche Deutschland vermutlich kein stabiles Hochdruckgebiet.

RND/al