Samstag , 31. Oktober 2020
Bei einem Überfall am Kulkwitzer See sind zwei Jugendliche ausgeraubt und anschließend gezwungen worden, durch den See zu schwimmen. (Symbolbild) Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Bewaffnete Räuber zwingen Jugendliche, durch See zu schwimmen

Drei Männer haben zwei 17-Jährige mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt. Anschließend zwangen sie die Jugendlichen, durch einen See ans Ufer zu schwimmen. Polizisten konnten die Täter noch in der Nähe festnehmen.

Leipzig. Bei einem nächtlichen Überfall am Kulkwitzer See in Lausen-Grünau sind zwei Jugendliche ausgeraubt und anschließend gezwungen worden, durch den See zu schwimmen, wie die “LVZ” berichtet. Einer der drei Täter habe die beiden 17-Jährigen zuvor mit einer Waffe bedroht. Die mutmaßlichen Räuber wurden festgenommen. Gegen einen 20-Jährigen, der die Waffe bei sich gehabt haben soll, wurde ein Haftbefehl erlassen. Er kam in eine Jugendstrafvollzugsanstalt. Ein 23- und ein 24-Jähriger kamen wieder auf freien Fuß.

Den Angaben zufolge hatten die 17-Jährigen am Freitagabend gegen 23.30 Uhr am Ufer gesessen, als drei alkoholisierte Männer auf sie zukamen. Zunächst wurden sie in ein Gespräch verwickelt, dann forderten die Räuber die Herausgabe von Wertsachen. Nachdem sie diese übergeben hatten, mussten die Jugendlichen mitten in der Nacht ans andere Ufer schwimmen.

In Höhe des Campingplatzes wurden die beiden Überfallenen von Urlaubern aufgenommen, die die Polizei verständigten. Bereitschaftspolizisten konnten die drei Tatverdächtigen noch in Tatortnähe festnehmen. Gegen sie wird wegen schwerer räuberischer Erpressung ermittelt.

RND/kiel