Mittwoch , 30. September 2020
Glück im Unglück: Im US-Bundesstaat Wisconsin geriet ein kleiner Schwarzbär in eine potenziell tödliche Plastikfalle. Menschen befreiten ihn schließlich aus seiner Patsche. (Symbolfoto)

Drama: Kleiner Schwarzbär steckt in Plastikkanister fest

Auf einem See in Wisconsin schwamm ein kleiner Schwarzbär in panischer Angst. Er war in einen Plastikkanister geraten und fürchtete sich vor einem Boot, das ihn bei seiner kopflosen Flucht zufällig entdeckt hatte. Die Familie Hurt unternahm gleich mehrere Anläufe, um das verunglückte Bärenbaby zu retten.

Plastik und Natur – ein immer stärker werdendes, tragisches Unverhältnis. Für Tiere ist der Menschenabfall oft genug eine tödliche Falle. Fische sterben in Massen im Plastikmüll auf den Meeren. Auf einem See in Wisconsin wurde ein Plastikkanister für “Cheese Balls” nun fast einem keinen Schwarzbären zum Verhängnis, wie unter anderem NBC-Chicago berichtete. Das Tier wäre erstickt, wäre die Familie Hurt nicht zur rechten Zeit zur Stelle gewesen.

Der kleine Bär schwamm panisch drauflos

Die Familie – Tricia, Ben und Bradley Hurt – fuhr in ihrem Motorboot über den Marshmiller Lake, nördlich der 70.000-Seelen-Stadt Eau Claire, als sie den kleinen Bären erblickte, der panisch und in völligem Unverständnis über die Situation, in die er geraten war, drauflos schwamm.

Vater Brian Hurt steuerte das Boot Richtung Bär, Sohn Bradley versuchte, den Kopf des Bären aus der Todesfalle zu befreien. Ein erster Versuch scheiterte, der angsterfüllte Bär schwamm vom Boot weg. Doch die Hurts unternahmen einen zweiten Anlauf. Man hört Mutter Tricia Hurt, die die Geschehnisse mit der Kamera festhielt, zwischendurch aus dem Off sagen, dass sie nicht unbedingt wolle, dass der befreite Bär hinterher an Bord komme. Schließlich gelang es den Hurts, das übergestülpte Gefäß von dem kleinen Petz zu ziehen.

Tricia Hurt: “Schwimm glücklich weiter!”

“Wir haben unseren kleinen Bären gerettet”, resümiert Tricia Hurt in dem Video. “Schwimm glücklich weiter!” Das tat der Bär, versuchte auch zu keiner Sekunde, das Gefährt der Hurts zu entern. Laut der Familie gelangte das Tier hinterher sicher ans andere Ufer.

In Wisconsin gibt es eine geschätzte Population von 24.000 Schwarzbären. Der Bestand wächst laut NBC-Chicago. Die ursprünglich im nördlichen Drittel des US-Bundesstaates vorkommenden Bären, dringen immer weiter in die übrigen zwei Drittel vor.

RND/big