Sonntag , 27. September 2020
03.07.2020, Bayern, München: Martin Lacey, Löwen- und Tigerdompteur im Circus Krone, hält neben seinem Löwen King Tonga ein Glas mit Löwenkot in den Händen. Der zum Verkauf stehende Löwenkot soll zum Beispiel gegen Katzen im heimischen Garten und gegen Marder am Auto helfen. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: Sven Hoppe/dpa

Zirkus Krone verkauft Löwen-Kot zur Abwehr von Mardern

Löwen-Kot im Einmachglas? Ganz richtig! Der Zirkus Krone verkauft seit dieser Woche besagte Exkremente, die als Hausmittel gegen Marder eingesetzt werden können. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Lacey Fund zugute – einem Verein zur Verbesserung der Bedingungen in Tierhaltungen, der von Zirkus-Direktor Martin Lacey gegründet wurde.

München. Wer Marder vom Auto fernhalten will, kann ab sofort auf ein exotisches Hilfsmittel zurückgreifen: Der Circus Krone mit Sitz in München verkauft seit dieser Woche Löwen-Kot im Einmachglas. Die Exkremente können nach Angaben des Zirkus als Hausmittel verwendet werden, um andere Tiere abzuhalten. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

„Es gibt jetzt einen Riesen-Run darauf“, sagte die Zirkus-Sprecherin am Freitag. „Wir haben wahnsinnig viele Anfragen per E-Mail bekommen.“ Verkauft wird der Löwen-Kot aber ausschließlich auf der „Krone-Farm“ in Weßling bei Starnberg, einer Art Altersruhesitz für die Tiere, inzwischen für Besucher geöffnet. „Auf einen Versand per Post haben wir mit Rücksicht auf die Boten verzichtet“, sagte die Sprecherin. „Aber für den Transport finden wir im Zweifelsfall einen Weg.“

Zirkus steht wegen seiner Tiere seit Jahren in der Kritik

Der Circus Krone nutzt die Löwen-Exkremente nach eigenen Angaben auch selbst, zum Beispiel um Marder von Fahrzeugen fernzuhalten. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Lacey Fund zugute – einem Verein zur Verbesserung der Bedingungen in Tierhaltungen, der von Zirkus-Direktor Martin Lacey gegründet wurde.

Der Zirkus steht wegen seiner Tiere seit Jahren in der Kritik. Tierschützorganisationen fordern ein Ende ihrer Haltung für Auftritte in der Manege.

RND/dpa