Dienstag , 22. September 2020
Im Rahmen einer Gruppe von 45 Spätaussiedlern aus Kasachstan wurden 13 Menschen in der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig positiv auf das Coronavirus getestet (Symbolbild). Quelle: imago images/MiS

13 positive Corona-Fälle in Braunschweiger Aufnahmebehörde

Im Rahmen einer Gruppe von 45 Spätaussiedlern aus Kasachstan wurden 13 Menschen in der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig positiv auf das Coronavirus getestet. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es nach dem Flug und der anschließenden Busreise weitere Fälle geben könnte. Aus diesem Grund sollen alle 45 Personen in Quarantäne gebracht werden.

Braunschweig. In der Landesaufnahmebehörde (LAB) in Braunschweig sind 13 Neuankömmlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie gehörten zu einer Gruppe von 45 Spätaussiedlern aus Kasachstan, sagte LAB-Sprecherin Hannah Hintze am Freitag. „Wir haben uns entschlossen, alle 45 Personen in Separierung zu nehmen“, hatte sie zuvor dem Sender „Radio38“ gesagt.

Es sei nicht ausgeschlossen, dass es nach dem Flug und der anschließenden Busreise weitere Fälle geben könnte. Hintze zufolge war die Gruppe vor zwei Tagen in Frankfurt/Main gelandet und am Donnerstag mit dem Bus nach Braunschweig gebracht worden. In der Aufnahmestelle im Stadtteil Kralenriede seien sie getrennt von den Asylsuchenden dort untergebracht. „Wir stehen im Austausch mit dem Gesundheitsamt Braunschweig, inwiefern für die komplette Gruppe eine Quarantäne angeordnet wird und wann eine zweite Testung der bisher negativ Getesteten erfolgt“, sagte Hintze.

Kapazitäten in Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen sind erschöpft

Eigentlich hätten die Spätaussiedler ins Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen gebracht werden sollen. Die Kapazität dort ist aber nach einem Corona-Ausbruch mit 59 Infizierten erschöpft. „Wir sind voll und können derzeit keine weiteren Menschen mehr aufnehmen“, hatte Hintze dazu am Donnerstag gesagt. Friedland hat eigentlich 700 Betten. Derzeit befinden sich 317 in der Einrichtung. Die Aufnahmegrenze sei aber erreicht, weil infizierte und gesunde Bewohner getrennt untergebracht würden.

RND/dpa