Dienstag , 20. Oktober 2020
Einsatzkräfte der Bundespolizei waren in einem ICE von Berlin nach Hamburg im Einsatz. Quelle: Tnn/dpa-Zentralbild/dpa

Bundespolizei räumt ICE zwischen Berlin und Hamburg wegen “Bedrohungslage”

Am Freitagnachmittag ist ein ICE auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg gestoppt und geräumt worden. Die Bundespolizei konnte einen Mann überwältigen. Von einer „Bedrohungslage“ war die Rede.

Berlin. Eine Spezialeinheit der Bundespolizei hat am Freitagnachmittag einen ICE von Berlin nach Hamburg in Friesack (Havelland) gestoppt, den Zug evakuiert und einen auffällig gewordenen Fahrgast festgenommen. Der Mann sei pöbelnd durch den Zug gelaufen und dem Bordpersonal mit bedrohlichen Aussagen aufgefallen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die rund 320 Passagiere wurden gegen 13.15 Uhr zunächst auf den Bahnhof in Friesack gebracht und hielten sich am Nachmittag in der Ortschaft auf. Der Mann sei überwältigt worden. Es sei niemand verletzt worden, so die Bundespolizei. Bei dem Mann handelt es sich den Angaben zufolge um einen 30-Jährigen, der einen verwirrten Eindruck gemacht haben soll.

Am Abend teilte die Bundespolizei beim Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass der Einsatz inzwischen beendet sei. Der Zug und die Strecke seien freigegeben. Im Einsatz waren den Angaben zufolge etwa 40 Bundespolizisten sowie weitere Kräfte der Polizei Brandenburg, der Feuerwehr und ziviler Hilfsorganisationen.

RND/dpa