Dienstag , 22. September 2020
Der Angeklagte im sogenannten "Axtmörder"-Prozess sitzt auf der Anklagebank. Das Gericht verurteilte den Mann wegen Mordes an seiner Ehefrau zu lebenslanger Haft. Darüber hinaus stellte die Kammer die besondere Schwere der Schuld fest. Quelle: Boris Roessler/dpa

Mord mit Auto und Axt – Ehemann zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein 34-jähriger Mann ist am Freitag für den Mord an seiner Ehefrau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll die 31-Jährige zunächst mit dem Auto angefahren und anschließend mit einem Beil getötet haben. Das Paar hatte sich kurz zuvor getrennt.

Limburg. Wegen Mordes an seiner Ehefrau mitten in Limburg ist ein 34 Jahre alter Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht der hessischen Stadt erkannte am Freitag in seinem Urteil außerdem eine besondere Schwere der Schuld, damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen. Der Deutsche hatte nach den Feststellungen des Gerichts im Oktober 2019 seine getrennt von ihm lebende Frau zunächst mit einem Auto angefahren. Anschließend schlug er mit einem Beil auf die bereits tödlich verletzte 31-Jährige ein.

Das Paar, das mit den beiden gemeinsamen Kindern im benachbarten Rheinland-Pfalz gelebt hatte, hatte sich kurz zuvor getrennt. Die Frau war daraufhin mit den Kindern in ein Frauenhaus in Limburg gezogen. Die Ermittler hatten in der Trennung das Motiv für die Tat gesehen.

RND/dpa