Samstag , 26. September 2020
Immer wieder ereignen sich rund um das Mont-Blanc-Massiv tödliche Unglücke (Symbolbild).

Nachwuchsbergsteiger stürzt 100 Meter in die Tiefe und stirbt

Andreas Lindner gehörte zu den größten deutschen Talenten im Bergsteigen. Am Montag stürzte der 21-Jährige bei einer privaten Tour im Mont-Blanc-Massiv ab. Lindner war Mitglied einer sorgfältig ausgewählten Elitetruppe an Nachwuchssportlern.

Lenggries. Einer der talentiertesten deutschen Nachwuchsbergsteiger ist tot: Mit 21 Jahren ist der aus dem oberbayerischen Lenggries stammende Andreas Lindner im Mont-Blanc-Massiv abgestürzt. Er kam beim Zustieg zur Dru-Westwand ums Leben, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) am Donnerstag mitteilte.

Lindner war Mitglied des DAV-Expeditionskaders, einer kleinen, sorgfältig ausgewählten Elitetruppe an Nachwuchssportlern, die von Top-Bergsteigern den letzten Schliff erhalten. Lindner war der Mitteilung zufolge am Montag auf einer privaten Tour im Schrofengelände unterhalb der eigentlichen Kletterwand ausgerutscht und rund 100 Meter in die Tiefe gestürzt.

Lindner ging ohne Seil

“Seilfreies Gehen ist im Schrofengelände am Unfallort üblich”, betonte der DAV – und für einen derart erfahrenen Bergsteiger wie Lindner normalerweise kein Problem. Sein Begleiter – ebenfalls ein Mitglied des DAV-Kaders – setzte sofort einen Notruf ab, doch die Rettungsmannschaft konnte nur noch den Tod des Oberbayern feststellen.

RND/dpa