Sonntag , 20. September 2020
Nach dem Badeunglück in Ahrenshoop an der Ostsee sind die zwei geretteten Kinder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Quelle: Stefan Tretropp/dpa

Badeunglück an der Ostsee: Zwei gerettete Kinder wieder aus Klinik entlassen

Bei einem Badeunglück bei Ahrenshoop an der Ostsee ist ein 32-Jähriger ums Leben gekommen. Er hat sein eigenes und ein weiteres Kind vor der starken Strömung gerettet und ist dann selbst ertrunken. Die zwei Kinder werden nun psychologisch betreut.

Ahrenshoop. Die beiden Kinder, die am Mittwoch bei einem Badeunglück bei Ahrenshoop an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern gerettet worden waren, haben die Klinik inzwischen wieder verlassen. Sie werden, wie andere Angehörige und auch die Unfallhelfer, seelsorgerisch betreut, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Stralsund sagte. Bei dem Unglück war der Vater eines der beiden Kinder ums Leben gekommen. Er hatte zuvor die beiden Zehnjährigen aus einer lebensgefährlichen Situation in der Strömung der Ostsee gerettet.

Vater rettet zwei Kinder aus Ostsee-Strömung

Das Unglück ereignete sich in einem Strandbereich am Weststrand der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, der nicht gesperrt ist, aber für den es Warnhinweise gibt, erläuterte die Sprecherin. In der Nähe hätten am Mittwoch auch andere Menschen gebadet. Das Betreten des Steinwalls für den Schutz des Hochufers direkt sei aber untersagt. In der Nähe hätten noch andere Menschen gebadet.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte der 32-Jährige, der aus der Region stammt, das Mädchen und den Jungen untergehen sehen. Er war dort hingeeilt und hatte die beiden auf eine Steinmole gehievt, von wo aus ein Zeuge sie holte. Das zweite Kind gehöre zu der Lebensgefährtin des Verunglückten, hieß es. Der Lebensretter sei dann ebenfalls von der Strömung erfasst und nicht mehr gesehen worden.

Trotz Rettungsgroßeinsatz konnten Taucher erst am Abend seinen leblosen Körper finden und bergen. Der Mann ist nach Angaben von Fachleuten ertrunken. Das in solchen Fällen übliche Todesermittlungsverfahren, bei dem alle Umstände aufgeklärt werden, sei noch nicht abgeschlossen.

RND/dpa