Mittwoch , 28. Oktober 2020
Polizeifahrzeuge stehen bei einer Durchsuchung vor Häusern. Im Missbrauchskomplex Münster sind 180 Beamte am Dienstag zu weiteren Durchsuchungen in vier Bundesländern ausgerückt. Quelle: ---/dpa

Missbrauchsfall Münster: Verdächtiger aus Norderstedt in U-Haft

Mittlerweile sitzt im Missbrauchsfall Münster auch ein Tatverdächtiger aus Norderstedt in Untersuchungshaft. Der Schritt wurde wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen den 52-Jährigen angeordnet.

Münster/Norderstedt. Im Missbrauchsfall Münster sitzt nun auch ein Tatverdächtiger aus Norderstedt in Untersuchungshaft. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Donnerstag hat ein Haftrichter diesen Schritt wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen den 52-Jährigen angeordnet.

Am Dienstag hatte die Polizei in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein mehrere Wohnungen durchsucht. Der Mann aus dem Kreis Segeberg nördlich von Hamburg wurde dabei vorläufig festgenommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er ein zehnjähriges Opfer in Münster mindestens einmal schwer sexuell missbraucht haben soll. “In seiner Vernehmung zeigte sich der 52-Jährige am Mittwoch geständig”, sagte Ermittlungsleiter Joachim Poll.

Insgesamt 21 Verdächtige

Insgesamt gibt es in dem Komplex nun 21 Verdächtige, von denen elf in U-Haft sitzen. Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Besitzes von Kinderpornografie zweifach vorbestraft und stand unter Bewährung. Er soll sich am zehnjährigen Sohn seiner Lebensgefährtin vergangen haben.

RND/dpa