Dienstag , 20. Oktober 2020
Im Zuge der Ermittlungen in Österreich war die Polizei auf die Spur der 47 Jahre alten Deutschen gekommen. (Symbolbild) Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Österreicher soll deutsche Frau zu Missbrauch ihrer Tochter angestiftet haben

Eine Mutter aus Baden-Württemberg soll ihr eigenes Kind missbraucht und davon Videos gemacht haben. Angestiftet wurde sie dazu offenbar von einem 43-jährigen Österreicher. Er bekam immer wieder Fotos und Videos von der Frau.

Karlsruhe/Wien. Ein 43-jähriger Österreicher soll eine Frau aus Baden-Württemberg zum sexuellen Missbrauch ihrer zwölf Jahre alten Tochter angestiftet haben. Im Zuge der Ermittlungen in Österreich war die Polizei auf die Spur der 47 Jahre alten Deutschen gekommen. Die Mutter soll ihr Kind missbraucht und davon Videoaufnahmen gemacht haben. Der Fall aus dem Raum Karlsruhe war am Dienstag bekanntgeworden.

Nach Angaben der österreichischen Polizei vom Donnerstag hatten Ermittler des Landeskriminalamtes Steiermark am 8. Juni bei dem 43-Jährigen eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Er soll kinderpornografische Inhalte besessen sowie weitergegeben haben, teils via Social-Media-Kanäle.

Während Vernehmung kam Porno-Nachricht an

Der Verdächtige aus der Obersteiermark räumte ein, Inhalte an eine „Userin“ im Netz verschickt zu haben. Kinderpornografisches Interesse bestritt er. Die Ermittler hatten aber schnell den Verdacht, dass der Mann die bis dahin unbekannte 47-jährige Deutsche zu sexuellen Handlungen an ihrem minderjährigen Kind angestiftet hatte. Der Mann habe immer wieder Fotos und Videos von ihr erhalten – auch während seiner Vernehmung kam eine Nachricht mit pornografischem Inhalt an.

Die österreichischen Beamten informierten sofort die deutsche Polizei. Diese durchsuchte umgehend die Wohnung der Beschuldigten in der Nähe von Karlsruhe. Die Mutter wurde noch am selben Tag in Berlin festgenommen. Die Ermittlungen gegen den einschlägig vorbestraften 43-jährigen Steirer sowie die Auswertung von sichergestellten Datenträgern dauern an. Die Tochter ist in staatlicher Obhut.

RND/dpa