Freitag , 2. Oktober 2020
Klimaaktivistin Greta Thunberg war Gegenstand eines zweifelhaften Scherzes: Aus dem Kofferraum eines Autofahrers, nach dem in Bayern und Tirol gefahndet wurde, hingen Zöpfe. Der Fahrer hatte einen Aufkleber mit der Aufschrift “Greta??? Nie gesehen ...” auf seinem Wagen. Quelle: imago images/TT

Zöpfe hängen aus dem Kofferraum: Greta-Scherz wird teuer für Autofahrer

Ein Auto wird in Bayern und Tirol gesichtet, aus dessen Kofferraum Zöpfe hängen. Als der „Kidnapper“ gestoppt wird, stellt sich das Ganze als Scherz heraus – auf Kosten der Klimaaktivistin Greta Thunberg. Jetzt werden dem Witzbold die Fahndungen mit 1300 Euro in Rechnung gestellt.

Manche mögen’s makaber. In Oberbayern und Tirol wurde ein Auto gesichtet, aus dessen Kofferraum Haarzöpfe heraushingen. Der Verdacht war klar: Da liegt jemand Entführtes im Kofferraum, schließlich gab’s das schon in zig vornehmlich amerikanischen Krimiserienfolgen. Eine Großfahndung der Polizei an beiden Sichtungsorten wurde ausgelöst, um die Frau aus den Fängen des Verbrechers zu befreien, der Fahrer schließlich gestoppt.

Auf dem Aufkleber stand: “Greta??? Nie gesehen …”

War aber kein Entführungsopfer. War nur ein Scherz. Sagte laut “Bild” der 52-jährige Fahrer den verdutzten Polizisten, die ihn gestoppt hatten. Ein Aufkleber am Auto machte den Witz des Witzboldes konkreter: “Greta???” stand da zu lesen. “Nie gesehen …” Warum der Mann die Klimaaktivistin Greta Thunberg gern entführt wissen würde, wurde nicht bekannt.

Der Preis des Juxes allerdings schon. Um die 1300 Euro hat die Polizei dem vermeintlichen Kidnapper in Rechnung gestellt. Zumal die Verbrecherhatz, die bereits am 15. Juni in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen und Seefeld in Tirol stattfand, nicht die erste war, die der Mann ausgelöst hatte. Vor drei Wochen war schon einmal nach dem verdächtigen Zopfwagen gesucht worden.

RND/big