Montag , 26. Oktober 2020
Blick auf das Gebäude vom Landgericht Regensburg. (Symbolbild) Quelle: picture alliance/dpa

Mordfall Maria Baumer: Angeklagter soll Verlobte getötet und im Wald vergraben haben

Acht Jahre nach dem Mord an Maria Baumer hat der Prozess gegen ihren Verlobten vor dem Landsgericht Regensburg begonnen. Der heute 35-Jährige soll sein Opfer mit Medikamenten getötet und anschließend im Wald vergraben haben. Der gelernte Krankenpfleger schwieg zum Prozessauftakt.

Regensburg. Acht Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Maria Baumer hat vor dem Landgericht Regensburg der Mordprozess gegen ihren Verlobten begonnen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der 35-Jährige sein Opfer mit Medikamenten getötet und die Leiche in einem Wald vergraben. Bei der Tat soll er heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt haben.

Der gelernte Krankenpfleger schwieg zum Prozessauftakt. Sein Verteidiger Michael Haizmann will einen Freispruch erwirken, wie er nach der Verhandlung sagte. Der Verlobte hatte Maria Baumer im Mai 2012 als vermisst gemeldet. Im Spätsommer 2013 fanden Pilzsammler ihre Leiche. Daraufhin geriet der Mann bereits ins Visier der Ermittler, kam aber zunächst wieder frei. Ende 2019 wurde er erneut festgenommen. Neue technische Möglichkeiten hatten den Verdacht erneut gegen ihn gerichtet. So konnten an Kleidung und Haaren der Frau Medikamente nachgewiesen werden.

Der Angeklagte soll vor ihrem Verschwinden im Internet unter anderem nach “Lorazepam letale Dosis” und “der perfekte Mord” gesucht haben. Die Eltern und weitere Angehörige des Opfers sind Nebenkläger in dem Prozess, der zunächst bis Anfang Oktober terminiert ist. Es sollen den Angaben zufolge 65 Zeugen und 18 Sachverständige gehört werden.

RND/dpa