Donnerstag , 24. September 2020
Die ägyptische TV-Moderatorin hetzt gegen Schule und Lesben.

Ägyptische TV-Moderatorin ruft zum Mord an Homosexuellen auf: “Lebendig verbrennen”

Deutliche Worte findet eine ägyptische Moderatorin in ihrer TV-Sendung zu homosexuellen Menschen. Sie ruft zum Mord an Schwulen und Lesben auf. Man solle sie “lebendig verbrennen, von Gebäuden werfen” oder sie “steinigen”.

Das Video einer ägyptischen TV-Moderatorin erschüttert die Welt. Hala Samir spricht in ihrer Sendung Mitte Juni in grauenhafter Art und Weise über Schwule und Lesben. In ihrer Show bei “Watan TV”, einem dem Sender der Muslimbruderschaft in Istanbul, spricht sie davon, homosexuelle Menschen zu töten.

“Ibn Abbas zitierte den Propheten Muhammad mit den Worten: ,Wenn Sie Männer finden, die an einer homosexuellen Handlung beteiligt sind, töten Sie sowohl den aktiven als auch den passiven! Fragen Sie nicht: Sind Sie aktiv oder passiv? Töte einfach beide!” Das Middle East Media Research Institute (MEMRI) mit Sitz in Washington hat die deutlichen Worte übersetzt.

Aufruf zum Mord

Die Moderatorin begründet ihre Aussagen mit ihrem Glauben. Die Gefährten des Propheten Muhammads wären sich einig gewesen, Homosexuelle zu töten. Nur über die Art wären sie unterschiedlicher Meinung gewesen. Hala Samir zählt die verschiedenen Methoden auf. Man könne sie “lebendig verbrennen, von Gebäuden werfen” oder “steinigen”. Das gelte genau so für Männer als auch für Frauen: “Die islamischen Gelehrten haben einstimmig gesagt, dass Lesbianismus verboten ist”, behauptet sie.

Der deutsch-israelische Psychologe und Autor Ahmad Mansour weist via Twitter darauf hin, dass der TV-Sender der “‚gemäßigten’ ägyptischen Muslimbruderschaft in der Türkei Erdogans Schutz genießt.” Den Worten der Moderatorin nach seien schon in der Vergangenheit viele Verbrechen von IS-Anhängern an homosexuellen Menschen verübt worden, schreibt er.

Keine Toleranz

Homosexualität ist rund um Ägypten und im Nahen Osten immer noch verpönt. Gegner gehen nicht selten mit Gewalt gegen Schwule und Lesben vor, die mit Morden enden kann.

RND/nis