Freitag , 25. September 2020
In San Diego wurde ein Mitarbeiter von einer Kundin beschimpft - weil er sie auf die Maskenpflicht hinweis.

Starbucks-Mitarbeiter verweigert Kundin ohne Maske Kaffee – und wird im Netz gefeiert

Erst beschimpft, dann in den sozialen Medien gefeiert: Ein 24-jähriger Starbucks-Mitarbeiter verweigert einer Kundin die Bedienung, weil sie keine Maske trägt. Facebook-Nutzer loben daraufhin den jungen Barista – und starten sogar eine Spendenaktion für ihn.

San Diego. Der 24-jährige Starbucks-Mitarbeiter Lenin Gurtierrez wird durch eine Spendenaktion derzeit mit Trinkgeld überschüttet. Der Grund: Er wies eine Kundin der Starbucks-Filiale in San Diego auf ihre fehlende Mund-Nasen-Maske hin. In einem Facebook-Video schilderte der 24-Jährige, wie er sie fragte: “Haben Sie eine dabei?” Daraufhin habe die Kundin geantwortet: “Nein, ich brauche keine.” Bevor der Barista jedoch versuchen konnte, ihr die Richtlinien seines Arbeitgebers zu erklären, habe sich die Frau bereits über die Maskenpflicht beschwert. Sie habe Gutierrez sowie andere Menschen im Laden beschimpft, sogar ein Foto von Gutierrez gemacht und schließlich die Filiale verlassen.

Doch damit nicht genug. Die Kundin teilte das Foto wenig später bei Facebook mit den Worten: “Triff Lenn von Starbucks, der sich weigerte, mich zu bedienen, weil ich keine Maske trage. Nächstes Mal werde ich auf die Polizei warten und eine medizinische Ausnahmebescheinigung mitbringen.” Doch statt Unterstützung, erntete die Frau ordentlich Gegenwind unter ihrem Post. Tatsächlich sprachen hunderte Nutzer dem Starbucks-Mitarbeiter ihre Unterstützung aus – und starteten sogar eine Spendenkampagne für den jungen Barista.

Facebook-Nutzer unterstützen Gutierrez mit Spendenaktion

Zuerst sei Gutierrez überrascht gewesen, sein Gesicht in dem Beitrag zu sehen. Doch dann habe er sich über die positive Bestärkung unter dem Bild gefreut: “Ich begann, die Kommentare zu lesen und fing einfach an zu lachen”, teilte er in einem Interview mit “CNN” mit. Die Spendenaktion habe ihn schließlich “völlig überwältigt”: “Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie geehrt ich mich fühle.” Denn statt der ursprünglichen Startsumme von umgerechnet 787 Euro sind bis Montagmorgen bereits über 80.000 Euro Trinkgelds als Entschädigung für Gutierrez zusammengekommen.

Lenin Gutierrez bedankte sich in seinem Facebook-Video für die Unterstützung. Er wolle mit der Spende seinen Traum verwirklichen, Menschen das Tanzen beizubringen: “Das ist das, was ich wirklich machen will.” Außerdem werde er einen Teil des Geldes an gemeinnützige Organisationen in San Diego spenden, sagte er “CNN”.

RND/al