Mittwoch , 30. September 2020
In Bayern war ein Hund mehrere Stunden in einem überhitzten Auto eingesperrt.

Hund stundenlang in brütend heißem Auto eingesperrt – Passanten retten jaulendes Tier

In Unterfranken geht ein 74-Jähriger zwei Stunden lang einkaufen – und lässt seinen Hund bei brütender Hitze im Fahrzeug zurück. Bei der Konfrontation mit der Polizei zeigt der Besitzer wenig Einsicht.

Gerolzhofen. Im Landkreis Schweinfurt in Bayern hat ein 74-Jähriger am Freitag seinen Hund für zwei Stunden in seinem überhitzten Auto zurückgelassen. Das Fahrzeug parkte in der prallen Sonne am Marktplatz in Gerolzhofen, wie die Polizei mitteilte. Der Rentner habe zwar die vorderen Fensterscheiben leicht geöffnet gelassen, bei Außentemperaturen von 27 Grad wurde es in dem Auto jedoch sehr schnell brütend heiß.

Passanten rufen Polizei

Der zurückgelassene Hund habe daraufhin zu jaulen und zu bellen angefangen – bis Passanten auf das Tier aufmerksam wurden, die Polizei alarmierten und das Tier so retteten. Die örtliche Dienststelle habe daraufhin zunächst versucht, den Besitzer des Hundes telefonisch zu erreichen. Währenddessen hätten die Beamten Maßnahmen ergriffen, um das Auto ein wenig abzukühlen: Sie spendeten dem Auto durch mehrere Decken etwas Schatten und kurbelten die Seitenfenster des Wagens weiter herunter. Als die Polizei bereits beschlossen hatte, den Hund mithilfe eines Abschleppdienstes zu befreien, sei der Besitzer schließlich aufgetaucht – zwei Stunden, nachdem Passanten den Hund entdeckt hatten.

Der 74-jährige Rentner habe sich gegenüber der Polizei jedoch wenig einsichtig gezeigt. Im Gegenteil. Er betonte laut Polizei, seinen Hund auch in Zukunft beim Einkaufen im Auto zurücklassen zu wollen. Gegen den 74-Jährigen wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt, außerdem ist das Veterinäramt eingeschaltet, das prüfen soll, ob der Mann den Hund behalten darf.

RND/al