Mittwoch , 21. Oktober 2020
Schauspielerin Maria Furtwängler hält die Folgen der Corona-Krise für die Rolle von Frauen für bedenklich.

Maria Furtwängler: Am Ende sitzen die Frauen mit den Kindern da

Schauspielerin Maria Furtwängler hat sich in einem Interview bezüglich der Corona-Krise und der Auswirkung für Frauen geäußert. Sie erneuerte ihre Kritik, dass Expertinnen in der TV-Berichterstattung zur Corona-Pandemie zu wenig präsent seien.

Berlin. Die „Fragen Sie mal, wer sich um die Kinder kümmert“, sagte die 53-Jährige, die für ihre Rolle als „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm bekannt ist, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Am Ende sitzen halt doch die Frauen mit den süßen Kleinen da.“

Furtwängler erneuerte ihre Kritik, dass Expertinnen in der TV-Berichterstattung zur Corona-Pandemie zu wenig präsent seien: „Fast die Hälfte der Ärzteschaft in Deutschland besteht aus Frauen, warum kommen sie in der Berichterstattung nicht zu Wort?“ Eine Ende Mai vorgestellte Studie der von Furtwängler und ihrer Tochter gegründeten MaLisa Stiftung hatte ergeben, dass in den untersuchten Fernseh-Formaten nur einer von fünf Experten (22 Prozent) weiblich war.

“Tiefgreifende Einschränkungen” durch Corona-Maßnahmen

„Tiefgreifende Einschränkungen“ bringen die Anti-Corona-Maßnahmen nach Furtwänglers Worten für die Arbeit von Schauspielern mit sich. „Wie soll man jetzt Freundschaft und Liebe spielen, wenn man sich nicht näherkommen darf?“, fragte sie. „Und wir können nicht einfach sagen, hier haben wir eine Massenszene, und ‚Action‘.“

RND/epd