Samstag , 31. Oktober 2020
Polizisten stehen nahe des Tatorts in Glasgow. Quelle: Getty Images

Vor Messerattacke in Glasgow sollen Warnungen vor dem Täter eingegangen sein

Berichten zufolge sind vor dem Messerangriff in Glasgow bereits Warnungen vor dem Täter eingegangen. Es gibt außerdem Hinweise, dass der Mann psychische Probleme hatte. Bei der Attacke wurden sechs Menschen verletzt, darunter ein Polizist.

Glasgow. Vor der Messerattacke in einem Hotel im schottischen Glasgow am Freitag hat es Berichten zufolge Warnungen vor dem Täter gegeben. Das berichtete unter anderem der britische Nachrichtensender Sky News am Samstag unter Berufung auf ungenannte Quellen. Demnach habe sich ein Sozialarbeiter nach Hinweisen von Bewohnern des vorübergehend als Asylunterkunft genutzten Hotels am Donnerstag an die Mitarbeiter dort gewandt. Die BBC berichtete zudem, der Täter habe den Angriff angekündigt.

Der Mann hatte am Freitag mit einem Messer sechs Menschen verletzt, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Es soll sich laut Medien um einen Mann aus dem Sudan gehandelt haben, der selbst in dem Hotel untergebracht war. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei rasch aus. Es gibt Hinweise, dass der Mann psychische Probleme hatte. So war er Berichten zufolge durch Klagen über Lärm aufgefallen. Der schottische Polizeichef Iain Livingstone warnte vor Spekulationen, bevor die Umstände der Tat aufgeklärt seien.

Auch Polizist unter Verletzten

Unter den Verletzten waren drei weitere Bewohner des Hotels, zwei Mitarbeiter und ein Polizeibeamter. Alle seien weiterhin in Behandlung im Krankenhaus, aber in einem stabilen Zustand, teilte die Polizei am Samstag mit. Der 42 Jahre alte Polizist und eine weitere Person hatten bei dem Angriff schwere Verletzungen erlitten.

RND/dpa