Freitag , 2. Oktober 2020
Erst als der Mann die Corona-Hilfe beantragte, flog er auf (Symbolbild). Quelle: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Corona-Hilfe wird japanischem Einbrecher zum Verhängnis

Ein 67 Jahre alter Mann brach in eine Bar ein und stahl Geld und Kasse. Seine Identität war schnell geklärt, weil er Gegenstände zurückließ. Doch die Polizei schaffte es zunächst nicht, ihn zu stellen – bis er die staatliche Corona-Soforthilfe von rund 830 Euro beantragte.

Tokio. Einem Einbrecher auf der Flucht ist in Japan die staatliche Corona-Hilfe zum Verhängnis geworden. Wie örtliche Medien am Freitag meldeten, soll der 67 Jahre alte Mann Ende vergangenen Jahres in der Tokioter Nachbarprovinz Saitama in eine Bar eingebrochen und Geld sowie die Kasse gestohlen haben. Anhand von Aufnahmen von Sicherheitskameras sowie am Tatort zurückgelassenen Gegenständen sei zwar seine Identität ermittelt worden.

Doch da der Mann von Ort und zu Ort zog, blieb eine landesweite Fahndung zunächst erfolglos. Erst als er sich mit der Adresse eines Bekannten registrierte, um die staatliche Corona-Hilfe von 100.000 Yen (830 Euro) beantragen zu können, sei er den Ermittlern ins Netz gegangen, hieß es.

RND/dpa